Wiesentheid
Soziales

Wiesentheid bietet Attraktionen für die Ehrenamtskarte

Die Bayerische Ehrenamtskarte als Zeichen der Anerkennung gibt es ab 2013 auch im Landkreis Kitzingen. Wiesentheid will sich mit eigenen Vergünstigungen beteiligen.
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Die Ehrenamtskarte kommt. Ab 2013 wird dieses Dokument, das als Zeichen der Anerkennung bayernweit Vergünstigungen für Ehrenamtliche bereit hält, auch im Landkreis Kitzingen eingeführt. Um Engagierte aus ihrer Gemeinde zum Antrag anzuregen, wird in Wiesentheid jetzt nach Möglichkeiten gesucht, auch vor Ort etwas anzubieten. Erste Vorschläge wurden im Kultur-, Sport- und Sozialausschuss am Dienstag diskutiert - nach einem leidenschaftlichen Plädoyer von Helma Schug (CSU).

Viele Ideen beim Brainstorming

"Nachdem das jetzt möglich ist, sollten wir die Chance nutzen und auch Vergünstigungen anbieten", sagte Schug. Die Gemeinde müsse für die Karte werben - sie sei schließlich auch ein Zeichen der Wertschätzung sowie ein Nachweis für das Engagement, zum Beispiel bei Bewerbungen.

Nach einigem Zögern - "kulturelle Veranstaltungen sind doch meistens sowieso frei", wie Wolfgang Stöcker (CWG) argumentierte - kamen dann doch noch einige Ideen zusammen, wie man ehrenamtliches Engagement auch in Wiesentheid durch diese Karte honorieren könnte. Helma Schug schlug beispielsweise Vergünstigungen bei Saalmieten oder in Zusammenarbeit mit den Wiesentheider Geschäftsleuten vor.

"Es muss ja nichts Großes sein - es geht um kleine Anerkennungen, nachdem alle das Ehrenamt ja aus eigenem Antrieb machen."

Heinrich Wörner (Bürgerblock) schlug vor, die Verwaltungsgemeinschaft mit ins Boot zu holen und den Eintritt ins Abtswinder Schwimmbad oder zu Weinfesten zu reduzieren.
Im weiteren Verlauf der Diskussion kamen Vorschläge wie die Einladung zum Kirchweih-Bieranstich, Verzehrmarken für die Kirchweih, verbilligte Eintritte bei Konzerten, Tanz- und Faschingsveranstaltungen oder zu heimischen Fußballspielen. "Wenn wir was machen, muss das aber genauso für die Juleica (Jugendleiter-Card) gelten", sagte Stöcker und erntete Zustimmung.

Die Ideen wurden zunächst alle aufgenommen. Stöcker und Josef Laudenbach (Verwaltung) werden zunächst eruieren, wie man so ein Projekt umsetzen kann.

"Dazu müssen wir mit den Veranstaltern reden und uns um einen Haushaltsposten für die Abrechnung kümmern." Schließlich müsse die Gemeinde die Vergünstigungen ausgleichen, damit die Veranstalter keinen Nachteil davon haben.
Monika Bräutigam, die als Vertreterin des Wiesentheider Wirtschafts- und Kulturvereins der Sitzung beiwohnte, will das Anliegen auch bei den örtlichen Geschäftsleuten vorbringen.
Schug war zufrieden mit dem Ergebnis: "Wir sollten einfach ein Signal für unsere Ehrenamtlichen setzen, damit sie die Karte beantragen - sie können sie dann ja bayernweit nutzen."


Die Bayerische Ehrenamtskarte

Ziel Wie die Juleica, soll die Ehrenamtskarte der Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements dienen. Verbunden damit sind Vergünstigungen zum Beispiel bei Einrichtungen wie Museen und Schlösser, Schwimmbäder oder Freizeitparks oder auch Rabatte oder Freikarten. Die Karte gilt für drei Jahre.

Einführung Nach einem dreijährigen Modellversuch im Landkreis Cham will das Bayerische Arbeits- und Familienministerium die Ehrenamtskarte bayernweit einführen. In Unterfranken beteiligen sich derzeit die Landkreise und kreisfreien Städte Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg. Auch der mittelfränkische Nachbarlandkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim kann die Karte ehrenamtlich engagierten Bürgern ausstellen.

Infos Mehr Informationen über die Karte, zum Antrag und zu de Voraussetzungen gibt es unter www.ehrenamtskarte.bayern.de. red
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