PRICHSENSTADT

Wieder saubere Sache am Altbach

Die alte Mühle von Prichsenstadt, am Altbach in der Nähe der Firma Mero gelegen, ist stark in die Jahre gekommen. Eine Privatperson will sie wieder herrichten. Mit entsprechenden Anträgen rund um das denkmalgeschützte Anwesen befasste sich der Bauausschuss Prichsenstadt am Donnerstagabend.
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Versteckt: Bäume und Büsche verdecken das Mühlenanwesen am Altbach in Prichsenstadt, das wieder hergerichtet werden soll. Nur die alte Scheune ist vom Weg aus einsehbar. Foto: Foto: Guido Chuleck

Die alte Mühle von Prichsenstadt, am Altbach in der Nähe der Firma Mero gelegen, ist stark in die Jahre gekommen. Eine Privatperson will sie wieder herrichten. Mit entsprechenden Anträgen rund um das denkmalgeschützte Anwesen befasste sich der Bauausschuss Prichsenstadt am Donnerstagabend.

Das teilweise eingestürzte Dach der Scheune soll teilerneuert und das Obergeschoss des einsturzgefährdeten Mühlengebäudes abgerissen werden und eine Stahlbetondecke bekommen, um laut Antrag das Haus in seinem Ursprung wieder aufzubauen. Zu guter Letzt behandelte der Ausschuss auch eine formlose Bauvoranfrage zur Errichtung einer Unterstellhalle. Allen drei Anträgen stimmte der Bauausschuss einstimmig zu, jetzt gehen die Anträge weiter zum Denkmalschutz.

In der Vergangenheit hatte es um das Gelände der stillgelegten Mühle einigen Wirbel wegen Umweltverschmutzung gegeben. Im Jahr 2000, sagt Corinna Petzold, Pressesprecherin des Landkreises, sei das Landratsamt auf Bodenverunreinigungen durch auf dem Gelände herumstehende Traktoren aufmerksam gemacht worden. Das Amt reagierte prompt und wies den damaligen Eigentümer bei einem Ortstermin an, die Verunreinigungen ordnungsgemäß zu beseitigen.

„Bei einem Kontrolltermin zwei Monate später haben wir festgestellt, dass eine deutliche Verbesserung der Gesamtsituation eingetreten war“, so Petzold. „Alle Verunreinigungen waren beseitigt und das Erdreich ist ordnungsgemäß entsorgt worden.“ Dem Ei-gentümer war aufgetragen worden, dafür zu sorgen, dass zukünftig kein weiteres Öl mehr aus den Traktoren austrete. Doch gut neun Jahre später, im Jahr 2009, sei das Landratsamt erneut auf Verunreinigungen des Bodens aufmerksam gemacht worden, wieder durch Traktoren, die auf dem Gelände standen. Erneut wies das Amt den Eigentümer an, alles ordnungsgemäß zu beseitigen, was beim erneuten Kontrollbesuch zwei Monate später auch geschehen war.

Vor rund einem Jahr gab es dann „mehrere Ortseinsichten durch das Landratsamt, und wir stehen mit der neuen Besitzerin der Mühle in engem Kontakt“, so Petzold. Die neue Besitzerin sei „sehr gewillt, alles so zu ändern, dass es auch passt“. Was sich auch in den Anträgen an die Stadt deutlich zeigte. Zum einen geht es dabei um die von außen gut sichtbare ehemalige Scheune, bei der rund ein Drittel des Daches mit einer Plane abgedeckt ist und jetzt erneuert werden soll. Beim Mühlengebäude selbst, wegen vieler Bäume und Sträucher von außen nicht einsehbar, soll das einsturzgefährdete Obergeschoss abgerissen und eine Stahlbetondecke zur Sicherung des Erdgeschosses eingezogen werden.

Ziel ist laut Antrag, das Haus in seinem Ursprung wieder aufzubauen. Hinsichtlich der Bauvoranfrage für eine Unterstellhalle gab es Zweifel im Bauausschuss. Zum einen ist der Untergrund recht feucht, zum anderen spielen wegen der Nähe zum Altbach auch wasserrechtliche Aspekte eine Rolle. Mit allen Anträgen befasst sich nun das Landratsamt Kitzingen.

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