IPHOFEN

Wie der Mensch den Wald formte

Eine einzigartige Kultur- und Naturlandschaft hat sich über viele Jahrhunderte hinweg im Steigerwald bei Iphofen gebildet: Der sogenannte Mittelwald ist entstanden durch das Einschlagen im Unterholz für Brennholz und gleichzeitigem Schonen des Oberholzes.
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Es grünt wieder: Der Mittelwald bei Iphofen ist ein typisches Beispiel für die Mittelwaldbewirtschaftung des Steigerwalds. Foto: Foto: Andrea Fahrnholz

Eine einzigartige Kultur- und Naturlandschaft hat sich über viele Jahrhunderte hinweg im Steigerwald bei Iphofen gebildet: Der sogenannte Mittelwald ist entstanden durch das Einschlagen im Unterholz für Brennholz und gleichzeitigem Schonen des Oberholzes.

So konnte eine spezifische Waldstruktur mit verschiedenen Stockwerken, Baumhöhlen und Totholzbereichen entstehen, die wiederum einen besonderen Lebensraum für eine Vielzahl seltener und gefährdeter Arten der Flora und Fauna darstellt.

Bei seiner nächsten Veranstaltung unter dem Motto „Beste Beispiele im und für den Steigerwald“ lädt das Netzwerk Steigerwald zu einer Exkursion in den Mittelwald bei Iphofen ein. Am Donnerstag, 10. April, 17 Uhr, führt der Förster der Stadt Iphofen, Rainer Fell, durch den Mittelwald und erläutert dessen Besonderheiten.

Die Wälder des dortigen Steigerwaldrands sind eng mit Bachtälern und naturnahen Wiesen verzahnt und leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt, heißt es in einer Pressemitteilung des Netzwerks. Über das von der Europäischen Union kofinanzierte Programm Life+ konnte dieses Gebiet gesichert werden und gehört als wichtiges Biodiversitätszentrum zum europäischen Schutzgebietssystem Natura 2000. Noch heute bewirtschaftet, ist das Gebiet zwischen Iphofen, Uffenheim und Bad Windsheim das letzte großflächig genutzte Mittelwaldgebiet in Deutschland.

Das Netzwerk Steigerwald widmet sich mit seinen Vorträgen und Exkursionen unter dem Motto „Beste Beispiele im und für den Steigerwald“ aktuellen Themen des ländlichen Raums. Zudem beleuchtet das Netzwerk Naturbesonderheiten und stellt sie im regionalen Bezug dar.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist frei. Treffpunkt: Mittelwald-Informations-Pavillon an der Birklinger Straße zwischen Iphofen und Birklingen.

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