WIESENBRONN

Wichtig für das Dorfleben

Der erste Schritt ist getan. Für das kostenträchtige Projekt der Sanierung der Sporthalle schlug der Wiesenbronner Gemeinderat am Dienstagabend einen Eckpfosten dergestalt ein, dass zunächst einmal 20 000 Euro für 2016 bereit gestellt werden, um dann aufgrund eines Planungskonzepts weiter machen zu können. Dies wurde einstimmig beschlossen.
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Wiesenbronn
Foto: Knappe

Der erste Schritt ist getan. Für das kostenträchtige Projekt der Sanierung der Sporthalle schlug der Wiesenbronner Gemeinderat am Dienstagabend einen Eckpfosten dergestalt ein, dass zunächst einmal 20 000 Euro für 2016 bereit gestellt werden, um dann aufgrund eines Planungskonzepts weiter machen zu können. Dies wurde einstimmig beschlossen.

Im Vorfeld der Sitzung hatte es schon eine außerordentliche Versammlung mit dem Gemeinderat sowie Vertretern des SV und des Schützenvereins gegeben, bei der das Vorhaben vorgestellt wurde, informierte Bürgermeisterin Doris Paul.

Die Zuhörerplätze waren am Dienstag fast alle besetzt, als Architekt Heiner Roth zum geplanten ersten Bauabschnitt erklärte, dass man sich dabei auf den Sanitärbereich und die Räume im Sportheim konzentriere; der Eingangsbereich soll bleiben. „Mit der Halle wird zunächst nichts passieren“, erläuterte er. Die Kosten bezifferte er auf rund 320 000 Euro, wovon etwa 47 Prozent auf den Sanitärbereich und 53 Prozent auf die Räume und das Foyer entfallen dürften.

„Ich habe dieses Amt mit der Prämisse angetreten, dass die Halle im neuen Glanz dastehen soll“, erklärte Brigitte Endres-Paul, Vorsitzende des SV Wiesenbronn. Sie hob hervor, dass das Haus nach wie vor im Mittelpunkt des Dorflebens stehe und für viele sportliche Aktivitäten und auch für andere Veranstaltungen genutzt werde. Eine Sanierung der Sporthalle sei aber ohne das Geld der Gemeinde nicht möglich, „aber die Vereinsmitglieder werden mit aller Kraft anpacken“. Man habe alles durchkalkuliert und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass man elf Jahre lang 20 000 Euro pro Jahr von der Gemeinde für den ersten Abschnitt brauche, womit nach den Veranstaltungen im Fasching 2016 begonnen werden soll. Durch Eigenleistung wird ein Betrag von rund 80 000 Euro angesetzt und vom Bayerischen Landessportverband erhofft man sich einen Zuschuss von rund 20 000 Euro.

Zweiter Bürgermeister Reinhard Fröhlich hielt einen Eingang von der Ostseite her für wirtschaftlicher, was aber vom Vorstand des SV abgelehnt worden sei – aus Kostengründen, wie die SV-Vorsitzende erklärte. Harald Höhn wollte detailliertere Angaben zu den Bauarbeiten: „Wir brauchen ein Konzept für den Umbau.“ Architekt Roth verwies dazu auf die Kostenrichtwerte: „Wir wissen, wie der Rahmen abzuschätzen ist.“ Anton Hell sprach die weiteren Kosten an, falls auch noch die Sanierung der Halle komme; er plädierte für ein Gesamtkonzept. Die Summe von rund einer Million Euro Gesamtkosten stehe nach wie vor im Raum, bestätigte Bürgermeisterin Doris Paul. Bedenken wegen der finanziellen Belastung für die Gemeinde äußerte auch Reinhard Hüßner, der ebenfalls ein Konzept für alle Bauabschnitte anregte und auf die notwendige energetische Sanierung verwies: „Wir sollten nach Möglichkeit auch Fördertöpfe anzapfen, so zum Beispiel Leader plus.“

Für die Gemeinde komme eine Generalsanierung der Sporthalle doch wesentlich teurer, „da müssen wir mit rund 60 000 Euro pro Jahr rechnen“, meinte Juliane Ackermann. Jochen Freithaler sah das Projekt grundsätzlich als positive Angelegenheit, „da die Gemeinde die Halle für sportliche und kulturelle Zwecke braucht“. Die Gemeinde sollte aber als Geldgeber mitreden können, weshalb eine Umfrage im Dorf durchgeführt werden sollte, „so etwas wie ein Bürgerentscheid“. Die künftige Nutzung einer sanierten Halle sollte in alle Überlegungen einbezogen werden, „aber wir müssen voran kommen“, meinte die Bürgermeisterin.

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