Sie sind nicht groß, aber stimmgewaltig. Und sie sind bunt. Die Rede ist von den Chabo-Hühnern. 530 dieser seltenen, aus Japan stammenden Zwerghühner, dazu 80 Tiere von Jungzüchtern, gackerten und krähten am Wochenende in der Turnhalle des TSV Hohenfeld lautstark um die Wette.

Dort hatte sich alles versammelt, was in Züchterkreisen Rang und Namen hat. Da sich die Tierchen ihrer Schönheit offenbar ziemlich bewusst sind, gab es sogar eine eigene kleine Bühne in Form eines nach vorne offenen Käfigs, wo das Federvieh von einem Fotografen einzeln abgelichtet wurde: Hühner-Casting in Hohenfeld sozusagen.

Was hier stattfand, war die 33. Hauptsonderschau des Bundes der Deutschen Chabo-Züchter von 1925. Die Ausstellung wurde vom Kleintierzuchtverein Kitzingen (KZV) und Umgebung ausgerichtet. Schirmherr war Oberbürgermeister Siegfried Müller, der die Schau eröffnete und viel Spaß und Erfolg wünschte. Die Sonderschau war laut Uwe Hartmann, dem Vorsitzenden des KZV, die Auftaktveranstaltung zum 125-jährigen Bestehen des Vereins. Das Jubiläum wird im kommenden Jahr gefeiert.

Preise sind begehrt

Die Züchter waren dazu aus dem gesamten Bundesgebiet angereist, manche kamen aus Frankreich, Polen oder der Schweiz. Mit stolz präsentierten sie ihre Tiere den Schiedsrichtern, in der Hoffnung, einen der begehren Ehren- oder Sonderpreise zu ergattern.

Die hatten es nicht leicht, angesichts der vielen gefiederten Schönheiten, die es in zig Variationen gibt. Aus Kitzingen stellten sich Christine und Heinrich Karmann und Sigmar Dönig mit ihren Tieren dem Schiedsgericht. Heinrich Karmann war es auch, der zusammen mit Karl Link die Schau in Hohenfeld organisiert hatte.