Nordheim

Wettkampf: Mit Muskelkraft die Fähre über den Main gezogen

Ganz schön in den Seilen hingen am Samstag zehn Mannschaften in Nordheim. Doch das taten sie freiwillig beim Fähren-Tauziehen. Auch die Ministranten hängten sich rein.
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Das ging ganz schön in die Knochen: Das Team des Weingutes "Am Vögelein" zog die Fähre per Muskelkraft über den Main. Foto: Foto Martha Braun
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Gemeinschaftssinn wurde am Samstag in der Winzergemeinde Nordheim einmal mehr praktiziert. Galt es doch das im Jubiläumsjahr 2018 hervorragend angenommene "Fähren-Tauziehen" erneut zu organisieren.

Dies gelang der Gemeinde, dem örtlichen Touristikrat und nicht zuletzt auch verschiedenen Vereinen in lobenswerter Weise. Einzig allein die Teilnehmerzahl ließ zu wünschen übrig. Waren es im vergangenen Jahr noch 23 Teams, die sich dem Wettkampf stellten, so waren es dieses Mal nur zehn Mannschaften. Das tat der super Stimmung am Mainufer jedoch keinen Abbruch.

"Hol über" mit Muskelkraft

Moderator Walter Vierrether, langjähriger Leiter der Touristikinformation Kitzingen, sprach von einer tollen Idee, das "Fähren-Tauziehen" zu wiederholen. Nach dem großartigem Erfolg im Vorjahr, so Vierrether, "hat das Ganze nach Fortsetzung geschrieen". Und die große Resonanz zumindest was die Zuschauer anging, gab den Veranstaltern Recht. Hunderte säumten am Samstag nach der Begrüßung durch den Nordheimer Touristikrat-Sprecher Dietmar Rohmfeld und der örtlichen Weinprinzessin Vanessa Wischer das Gelände am Inselstrand, um die Wettkämpfe zu verfolgen. Konkret ging es darum, das Nordheimer Fährschiff so schnell wie möglich per Muskelkraft von der Escherndorfer auf die Nordheimer Seite zu ziehen.

Diesen Anforderungen stellten sich vier Herrenteams, deren Mannschaften maximal fünf Personen stark sein durften, während bei den Damen (zwei Teams) sechs Personen startberechtigt waren. Im Wettbewerb "Mixed" (1 Mannschaft)  waren fünf Akteure erlaubt und in der Kategorie "Familien" (2 Teams) gestattete die Jury die Teilnahme von acht - davon die Hälfte Kinder  – Personen.

Weinprinzessinnen legten vor

Gleich zum Auftakt gelang dem Weinprinzessinnen-Team mit 52,34 Sekunden eine imponierende Zeitvorgabe. Auch die weiteren neun Mannschaften zeigten sich für den Wettkampf bestens gerüstet und sorgten mit immer wieder neuen Zeitverbesserungen für  Wettkampfstimmung an der Mainfähre. 

Dies galt insbesondere auch für die Final-Starts, für die sich die Sieger der Vorrunde qualifizierten. Am Ende gab es in den jeweiligen Kategorien folgende Sieger: Im Wettbewerb Männer hatten die Jungwinzer die Nase vorne, bei dem Frauen siegte das Baywatch-Team, im Mixed-Wettbewerb gewannen die Akteure des "Weingutes am Vögelein" und den Familienwettbewerb gewannen erneut die Ministranten aus Nordheim. Die Bestzeit erzielte die Jungwinzer-Mannschaft mit einer Zeit von 45,22 Sekunden.

Für die erfolgreichen Teilnehmer gab es am Abend bei der Siegerehrung unterschiedliche Preise. Das Herrenteam gewann eine Floßfahrt auf dem Altmain und die Damenmannschaft ein Pasta-Essen in einer örtlichen Gastwirtschaft. Die weiteren Gewinner erhielten Gutscheine und Weinpakete.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen eines Open-Air-Gottesdienstes. Anschließend ließ man bei einem Weißwurstfrühstück das zweitägige Event ausklingen.

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