Wenn einem der Wettergott es schon in die Kirchweih reinregnen lässt, muss man eben nach Alternativen suchen. Glücklicherweise haben die Possenheimer ein recht geräumiges Feuerwehrhaus, in dem am Sonntag zur traditionellen Kirchweihpredigt dann etwa die Hälfte der rund 200 Einwohner des Iphöfer Ortsteils Platz fanden, um den fünf Rednern zuzuhören.

Simone Müller, Susanne Weigand, Daniel Kräutlein, Jutta Weigand und Marion Fink hatten die denkwürdigsten Ereignisse aus dem Leben der „Possermer Jugend“, aber auch des Dorfgeschehens zusammengetragen und in Reimform gepackt.

Dabei dominierten die hochprozentigen Geschichten. Beispielsweise rund um einen Junggesellenabschied, bei dem es einige Ausfälle zu beklagen gab. Der Bräutigam hatte sogar das Schnapsbrennen erlernt, um sich die Kosten für die Brände bei der Hochzeit zu sparen. Und dann war da noch die Fahrt nach Pahres zum dortigen Brauereifest, nach dem sich ein Mitfahrer im Bus seines Mageninhalts entledigte.

Die Identität des als „Possermer Buskotzer“ seither gesuchten Phantoms ist nach wie vor unbekannt.

Doch die altersmäßig bunt gemischte Zuhörerschaft im Feuerwehrhaus wurde auch über das Teleshopping-Kaufverhalten mancher Burschen und Madli informiert, die bei einer Feier zu späterer Stunde zum Telefon griffen und Dinge kauften, die die Welt nicht braucht. Doch neben all den Schelmereien hatten die Jugendlichen auch ernsthaften Dank auf Lager: Für den neuen Fußweg entlang der Bundesstraße 8 zum Beispiel, was ebenfalls mit Applaus bedacht wurde.