GLOSSE

Wenn Saugen gefährlich wird

Es ist ja gut, dass sich der Sommer Ende August ein bisschen Mühe gegeben und Kitzingen als heiße Stadt in die Schlagzeilen gebracht hat. Aber das Ende ist in Sicht.
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Frühstück: Noch was für echte Rechner

Es ist ja gut, dass sich der Sommer 2016 Ende August ein bisschen Mühe gegeben und Kitzingen wieder mal als heiße Stadt in die Schlagzeilen gebracht hat. Aber das Ende ist in Sicht. Die Zeichen der Zeit sind nicht zu übersehen.

Die ersten Lebkuchen

Dass die Äcker weitgehend getreidefrei sind, ist ein Zeichen. Dass es die ersten Lebkuchen in den Discountern und anderen Supermärkte gibt, ein anderes. Wem das als Hinweis noch nicht reicht, hat das Ende des Sommers aus der Flut der auf Wochenende aufschlagenden Prospekte herauslesen können, ja müssen.

Futter für den Ofen

Da gab es seit langer Zeit wieder mal Futter für den heimischen Ofen. Das Zehn-Kilo-Paket Brikett für 2,29 hat zu den Temperaturen über 30 Gergrad genauso gepasst wie die schon erwähnten Lebkuchen.

Es wird laut

Also verhungern und erfrieren werden wir vermutlich auch im Winter 2016/2017 nicht, so es denn einer wird. Was die Freude an einem beschaulichen Herbst und einem linden Übergang zum Winter trüben könnte, sind allerdings gleich mehrere Angebote einschlägiger Werkzeugverkaufsstellen.

Die Botschaft, die sich dahinter verbirgt: Es wird laut im Herbst. Noch lauter als im letzten Jahr und für Kleingetier wird es zudem lebensgefährlich. Wenn Laubsauger für knapp 40 Euro mit 3000 Watt und inzwischen mit hochwertigen Häckslern bestückt sind, inklusive Edelstahlmesser, haben Wurm, Assel und Co wenig zu lachen.

Hoffnung bleibt

Bleibt eigentlich nur die Hoffnung, dass die Leute am Schalter des Gerätes mit variabel verstellbarer Geschwindigkeit das Saugen lassen und sich auf das Blasen konzentrieren. Das ist zwar auch laut, aber eher ungefährlich.

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