LANDKREIS KITZINGEN

Weniger Geld für gleiche Leistung

Nach wie vor verdienen Frauen in Deutschland, verteilt über alle Qualifikationen, Berufe und Branchen, 22 Prozent weniger als Männer. Umgerechnet heißt das: Bis zum 20. März muss die Durchschnittsdeutsche ohne Bezahlung arbeiten. Auf diese Ungerechtigkeit macht auch die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Cornelia Reichert, aufmerksam.
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Symbolbild Geld
Foto: dpa

Nach wie vor verdienen Frauen in Deutschland, verteilt über alle Qualifikationen, Berufe und Branchen, 22 Prozent weniger als Männer. Umgerechnet heißt das: Bis zum 20. März muss die Durchschnittsdeutsche ohne Bezahlung arbeiten. Auf diese Ungerechtigkeit macht auch die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Cornelia Reichert, aufmerksam.

Der 20. März ist auch der Equal Pay Day. In diesem Jahr steht er laut Presseschreiben unter der Überschrift: „Transparenz. Spiel mit offenen Karten: Was verdienen Frauen und Männer?“. Wie Reichert betont, weiß in Deutschland kaum jemand, was die Kollegen verdienen. „Offen über Gehälter zu sprechen, ist bis heute ein Tabu.“ Höchste Priorität habe die Transparenz vor allem für Frauen. Sie sei ein wichtiger Faktor, um die Lohnlücke zu schließen.

„Nur wenn Frauen und Männer die Lohnunterschiede innerhalb ihres Betriebs oder ihrer Branche kennen, können sie auch wissen, welche Möglichkeiten sie haben, eine angemessene und gerechte Entlohnung zu erhalten“, erklärt Reichert. Ziel des Equal Pay Day sei es, eine Debatte über das Thema anzustoßen, diejenigen zu sensibilisieren, die es betrifft, und die Beteiligten bei der Lohngestaltung zu unterstützen. Informationsmaterial liegt am 20. März im Landratsamts aus.

Cornelia Reichert ist Ansprechpartnerin in Sachen Gleichstellung für alle Bürger, die Unterstützung brauchen, Informationen suchen oder sich über Benachteiligungen beschweren möchten.

Info: Tel. (0 93 21) 9 28 51 08 (donnerstags) oder gleichstellung@kitzingen.de.

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