Großlangheim

Weiteres Verfahren für Freiflächen-Photovoltaikanlage

Zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans für die Freiflächen-Photovoltaikanlage westlich der Kläranlage mit Änderung des Flächennutzungsplans gab es eine öffentliche Auslegung vom 15.
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Zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans für die Freiflächen-Photovoltaikanlage westlich der Kläranlage mit Änderung des Flächennutzungsplans gab es eine öffentliche Auslegung vom 15. Oktober bis 12. November. In der Sitzung des Gemeinderats Großlangheim am Dienstagabend nahm das Gremium sämtliche Antworten zu den Stellungnahmen mit einer sechs gegen fünf Mehrheit entgegen. Die gleiche Prozedur wird noch einmal notwendig, da sich die Fläche der Anlage aufgrund der Änderung der Trasse einer eventuellen Ortsumfahrung reduziert hat. Auch dieser Beschluss wurde mit sechs gegen fünf Stimmen gefasst.

Die Ergebnisse der Abwägungen wurden von Bürgermeister Karl Höchner verlesen. So der Einspruch eines benachbarten Landwirts, der Einschränkungen wegen der Abstandsauflagen befürchtet. Das Planungsbüro schreibt dazu, dass die Anlage aufgrund des Abstands von 70 Metern wegen der Änderung der Trasse einer eventuellen Ortsumgehung nicht mehr direkt angrenzt. Zu weiteren Einsprüchen des Landwirts äußerte das Büro, dass es durch die nach Süden ausgerichtete Module der Photovoltaikanlage keine Blendwirkung gebe und der Durchführungsvertrag zwischen Betreiber und Gemeinde noch nicht verfasst sei. Im Beschluss des Gemeinderats zu den Einsprüchen des Landwirts sah man die Eingrünung der Anlage durch eine Hecke nicht als Beeinträchtigung des Ortsbildes. Zudem erfolge die Zufahrt zur Anlage über die Straße zur Kläranlage und der Landwirt sei kein direkter Nachbar.

Die Deutsche Bahn brachte keine Bedenken vor, das Aschaffenburger Wasserwirtschaftsamt stellte "ausreichend Retentionsraum für den Bimbach im Falles eines Hochwassers" fest und der Bauernverband erwartete "keine negativen Auswirkungen auf benachbarte Flächen". Die Naturschutzbehörde verwies darauf, dass die Gras- und Kräuterflächen der Anlage einmal im Jahr gemäht werden müssen, Dünger und chemischer Einsatz tabu seien und bei der Hecke um die Anlage heimische Sträucher verwendet werden sollen.

Weiteres Thema der Sitzung war:

Ein weiteres Mal stand die Straßenbeleuchtung für den oberen und unteren Dorfgraben zur Diskussion. Da der Weg zur Turnhalle von Kindern und Jugendlichen und der Dorfgrabenbereich von Joggern und Spaziergängern auch in der dunklen Jahreszeit genutzt werde, hatten etliche Großlangheimer die Beleuchtung angeregt. Bürgermeister Höchner sagte zur Finanzierung, dass eine Beteiligung der Anlieger nicht möglich sei und die sechs Lichtmasten für den oberen Dorfgraben (von der Rödelseer Straße nach Osten) im Angebot der Main-Donau-Gesellschaft mit gut 10.000 Euro enthalten seien. Beim Kabelgraben rechnet man mit rund 4000 Euro, da hier auch der Bauhof zum Einsatz kommen kann, schlug der Bürgermeister vor.

Noch in Bearbeitung ist die Planung der Beleuchtung für den unteren Dorfgraben (von der Turnhalle bis zum Weinfestplatz). Dabei sollte für das Weinfest ein Starkstromkabel im Graben der Stromversorgung für die Straßenlaternen verlegt werden, so sein Vorschlag. Dieser wurde ebenso einhellig befürwortet wie der Auftrag an die Main-Donau-Gesellschaft für die Straßenbeleuchtung des oberen Dorfgrabens.

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