Mainbernheim

"Weißer Engel" für Peter Dodt

Staatsministerin Melanie Huml hat die Auszeichnung Weißer Engel an Personen verliehen, die sich langjährig und regelmäßig im Gesundheit- und/oder Pflegebereich ehrenamtlich engagieren.
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Im Fürstensaal der Residenz Würzburger verlieh Gesundheitsministerin Melanie Huml die Auszeichnung an Peter Dodt aus Mainbernheim. Foto: Thomas Obermeier

Staatsministerin Melanie Huml hat die Auszeichnung Weißer Engel an Personen verliehen, die sich langjährig und regelmäßig im Gesundheit- und/oder Pflegebereich ehrenamtlich engagieren. Höchstens 70 Personen werden jährlich für ihr ehrenamtliches Engagement damit ausgezeichnet. Auch Peter Dodt aus Mainbernheim war unter den Geehrten, den Huml in ihrer Laudatio als ein herausragendes Vorbild für Menschen mit einer schweren Erkrankung bezeichnete.

Nachdem Dodt vor etwa 16 Jahren an Rheuma erkrankte, hat er Kontakt mit der Selbsthilfegruppe der Rheuma-Liga Arbeitsgemeinschaft Kitzingen-Volkach aufgenommen. Hier stand aus Altersgründen die Auflösung des Vorstands im Gespräch. Aus der Not heraus hat Peter Dodt kurzentschlossen die Verantwortung übernommen und ist sehr schnell Vorsitzender der Gruppe geworden. Dieses Amt hat er nun schon seit 2003 ununterbrochen inne, heißt es in der Laudatio der Ministerin.

Besonders wichtig ist es ihm, den Mitgliedern Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. Er versorgt die Betroffenen unter anderem mit Informationen und unterstützt sie mit fachlichen Aktivitäten. Es ist sehr beachtlich, dass sich die Mitgliederzahl unter seiner Führung auf über 330 verdoppelt hat.

Peter  Dodt ist es auch zu verdanken, dass viele Rheuma-Betroffene die „Wasser- und Trockentherapie“ machen können. Dieses Angebot ist sehr beliebt und die Kurse weitgehend ausgebucht. Denn er selbst weiß nur zu gut, dass regelmäßige und gezielte Bewegung, unter Anleitung speziell ausgebildeter Therapeuten, das Leben mit Rheuma erleichtert und dadurch mehr Lebensqualität verschafft.

Dodt hält auch Kontakt zu Fachärzten, Sozialverbänden und örtlichen Organisationen. Dabei geht es ihm vor allem darum, Betroffene auf die Selbsthilfegruppe aufmerksam zu machen und auch finanzielle Unterstützung zu finden.

Seine Entscheidungen sind geprägt von sehr viel Weitblick. Deshalb hat er 2017 die Umbenennung des Vorstands in ein sogenanntes „Leitungsteam“ veranlasst. Ziel war es, die Verantwortung seiner Selbsthilfegruppe auf mehrere Schultern zu verlagern.

Seit einigen Jahren ist er auch im Senioren- und Behindertenbeirat der Stadt Kitzingen und beim Runden Tisch der Selbsthilfegruppen für Unterfranken aktiv.

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