Eine gemischte Bilanz ziehen die Veranstalter am Ende des 57. Kitzinger Promenadenweinfestes, das am Montagabend mit dem traditionelle Tag der Betriebe, einem Public Viewing und einer Lasershow zu Ende ging. Wir fragten am Montagabend die Veranstalter und Standbetreiber.

„Es war ein Weinfest zwischen WM und Regen“, sagt Alexander Röser von der Weinfestgemeinschaft. „Der Freitag war ein Supertag.“ Dann habe man auf den Samstag gehofft.

„Den Leuten gefällt es, die Stimmung ist gut.“
Claudia Biebl Stadtmarketingverein

„Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass so viele Leute auch Spiele anschauen, an denen die deutsche Mannschaft nicht mitspielt“, so Röser. Erst nachdem das Elfmeterschießen zwischen Chile und Brasilien beendet gewesen sei, sei das Weinfestgelände plötzlich gerammelt voll gewesen. „Eine Dreiviertelstunde später kam dann der Regen.“ Gut, dass am Tag noch zwei Lkw-Ladungen Split auf dem Gelände verteilt wurden, sonst wären die Leute im Matsch gestanden, so der Winzer und Weinhändler.

Auch der Sonntag legte wettermäßig einen Fehlstart hin. Es sei zu kühl gewesen und am Vormittag habe es geregnet, sagt Röser. Der lausige Wetterbericht habe vor allem viele Familien davon abgehalten, das Fest zu besuchen. Da dies absehbar war, habe man die Kapelle abbestellt und auch die Hüpfburg für den Kindernachmittag sei aus Sicherheitsgründen nicht aufgebaut worden.

„Wir sind heuer mit einem blauen Auge davongekommen“, sagt Bäckermeister Markus Will. Alles in allem sei das 57. Weinfest ein tolles Fest in einem super Ambiente gewesen. „Die Stimmung unter den Besuchern war gut und viele sind sogar bei Regen geblieben.“

„Den Leuten gefällt es, die Stimmung ist gut. Es war ein friedliches Weinfest“, stellt Claudia Biebl, die Vorsitzende des Stadtmarketingvereins, fest. Bei einer Open-Air-Veranstaltung wie dieser können man mit dem Wetter nicht immer Glück haben.

„Das Wetter hat heuer nicht mitgespielt“, stellt auch Gerhard Senft von der GWF fest. Hätte es beispielsweise am Samstag erst eine Stunde später geregnet, wäre es noch ein Supertag geworden. Das Drachenbootrennen am Sonntag sei wieder ein voller Erfolg gewesen, allerdings habe sich der Platz am Sonntag ziemlich schnell geleert, bedauert Senft.

„Wir haben trotz des schlechten Wetters Glück gehabt, denn es waren trotzdem viele Leute da“, sagt der festerprobte Metzgermeister Stephan Frickel. Er hätte sich allerdings bereits am ersten Abend noch mehr Besucher erwartet. „Ich hoffe, dass heute Abend noch einmal richtig viele Gäste kommen, nachdem wir uns so viel Mühe gemacht haben und für die Fußballfans eine große Leinwand zum Public Viewing aufgebaut haben“, sagte Frickel gegen 19 Uhr. Da war der Platz gut zur Hälfte gefüllt, eine Stunde später zu gut zwei Drittel. Zu Spielbeginn um 22 Uhr packten die Zeubelrieder ihre Musikinstrumente ein und überließen das Feld König Fußball. In der Halbzeit sorgte eine Lasershow für Unterhaltung.