MARKTBREIT

Weihnachtsmarkt frei von Politik

Auf wenig Verständnis stieß bei Marktbreits Bürgermeister eine Einladung der Freien Wähler im südlichen Landkreis: Wie Erich Hegwein in der Stadtratssitzung am Montagabend bekanntgab, lädt die Wählervereinigung zu einem Treffen auf dem Marktbreiter Schlossplatz ein – und das am Weihnachtsmarkt der Stadt.
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Glühwein
Der Schriftzug "Glühwein" prangt über einem Glühweinstand.(Symbolbild) Foto: Uwe Zucchi (dpa)

Auf wenig Verständnis stieß bei Marktbreits Bürgermeister eine Einladung der Freien Wähler im südlichen Landkreis: Wie Erich Hegwein in der Stadtratssitzung am Montagabend bekanntgab, lädt die Wählervereinigung zu einem Treffen auf dem Marktbreiter Schlossplatz ein – und das am Weihnachtsmarkt der Stadt.

„Der Weihnachtsmarkt ist bislang von Politik freigehalten worden“, sagte Hegwein. Er könne die Veranstaltung zwar nicht verbieten, „wenn das aber Schule macht, dann haben wir keinen Weihnachtsmarkt mehr.“

Die Einladung wurde Anfang September in den Marktbreiter Nachrichten als Anzeige veröffentlicht. Darin laden die „Freien Wähler im südlichen Landkreis Kitzingen“ Mitglieder, Freunde und Interessierte „zu einem Treffen bei der Marktbreiter Schlossweihnacht“ ein, zum Austausch und ins Gespräch kommen, so die Intension der Wählergruppe. Gezeichnet ist die Einladung von Karin Bradenstein (Marktbreit), Ulrich Falk (Enheim), Susanne Knof (Obernbreit) und Simone Ossenkemper (Marktsteft).

Die Veranstaltung werde wohl stattfinden, so Hegwein, der aber eindringlich appellierte, künftig den Weihnachtsmarkt von Politik freizuhalten. Von Seiten der Stadträte kam dazu kein Widerspruch, zudem die Freien Wähler-Räte Marktbreits, so eine Nachfrage Hegweins, über die Veranstaltung nicht informiert waren.

Weitere Punkte der Ratssitzung:

• Der Auftrag für den Abbruch und die Entsorgung der ehemaligen DBV-Tankstelle geht für 16 000 Euro an die Frickenhäuser Firma Ruppert.

• Alle fünf Jahre sollten die Gemeinden prüfen, welche gemeindlichen Aufgaben besser durch Privatfirmen erledigt werden können, so ein Schreiben des Landratsamts. Die Stadt habe, so Hegwein, bereits etliche Aufgaben, wie die Reinigung der Sinkkästen, die Prüfung der Kanalleitungen, die Wartung und Unterhalt der Straßenbeleuchtung oder auch teilweise die Grünpflege nach außen vergeben. Eine neuerliche Prüfung ergab hier keinen weiteren Handlungsbedarf.

• In seiner Jahresschlussrede berichtete Hegwein von einem weiteren Anwachsen der Einwohnerzahlen. Das hat künftig weitere Investitionen in die Kindergärten zur Folge. Geld fließt auch in die Sanierung des Mainkrans, für die vor wenigen Tagen die Zuschusszusage eingegangen ist. Investiert wird zudem in die Erweiterung des Baugebiets, für das auch die Zufahrt verbessert werden soll.

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