Mainstockheim

Wasserenthärtung wird teurer

Auch wenn einige Räte murrten, am Ende stimmten sie einer Erweiterung der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung des Mainstockheimer Gemeinderats um gleich zwei Punkte zu.
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Geldscheine
50 Millionen Euro zur Anlage in Sachwerten waren letztes Jahr via Internet einem Bad Kissinger Geschäftsmann von angeblichen Großinvestoren aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in Aussicht gestellt worden. Die Millionen flossen nie – am Ende hatte der Mann 110 000 Euro Vorkasse geleistet, die nun weg sind. Zwei „Bandenmitglieder“, die von ihm 30 000 Euro in einem Koffer abholen sollten, wurden geschnappt und stehen derzeit vor dem Schöffengericht Schweinfurt.

Auch wenn einige Räte murrten, am Ende stimmten sie einer Erweiterung der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung des Mainstockheimer Gemeinderats am Donnerstagabend um gleich zwei Punkte zu. Neben einem Fußweg zum neuen Baugebiet Wunn, ging es um die geplante Wasseraufbereitungsanlage, deren kalkulierte Kosten um 300.000 Euro auf 1,8 Millionen Euro steigen.

Mainstockheim hat eine eigene Wasserversorgung mit gutem Trinkwasser. Einziges Manko: Der Sulfatgehalt ist zu hoch, das Wasser also zu kalkhaltig. Noch läuft eine Ausnahmegenehmigung aber das Wasser muss künftig entsprechend behandelt werden: "Das Wasser wird so sulfatreduziert, dass es wieder der Trinkwasserverordnung entspricht und zudem keine privaten Wasserenthärtungsanlagen nötig sind", so Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs

Bedenken wegen der hohen Kosten 

Um das zu erreichen, wird - das wurde bereits in der Vergangenheit im Rat vorgestellt - ein Gebäude bei den Trinkwasserbrunnen errichtet. Den Räten lag am Donnerstag der Bauantrag dafür vor. Eventuell besteht mit einer Gesetzesänderung die Möglichkeit, dafür nun Zuschüsse zu bekommen, was noch abgeklärt wird. Einige Räte hatten Bedenken wegen der hohen Kosten, der Kubikmeterpreis für Trinkwasser dürfte um gut einen Euro steigen. Allerdings hat die Gemeinde derzeit nur eine Ausnahmegenehmigung für ihr Trinkwasser, muss also irgendwann handeln und Privatleute bräuchten anschließend auch keine Enthärtungsanlagen mehr. Die entsprechenden Beschlüsse erfolgten einstimmig.

Kein Gehweg zum geplanten Baugebiet

Zum geplanten Baugebiet Wunn wird es keinen Gehweg über die erforderliche Kanaltrasse geben. Zum einen hatte die Unfallversicherung bedenken wegen der Steigung von bis zu 25 Prozent, zum anderen sind geschätzte Kosten für eine Treppenanlage in Höhe von rund 165.000 Euro den Räten zu teuer. Die Fläche wird nun begrünt, wer dort trotzdem geht, macht's auf eigene Gefahr hin.

Nach Albertshofen, Biebelried, Buchbrunn und Dettelbach hat auch Mainstockheim beschlossen, einer interkommunalen Allianz beizutreten und ein integriertes ländlichen Entwicklungskonzept zu erstellen. Damit haben alle interessierten Landkreisgemeinden dem Zusammenschluss zugestimmt - die Gemeinde Rottendorf aus dem Landkreis Würzburg will noch in diesem Jahr eine Entscheidung treffen.



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