Abtswind

Was wird aus dem Tränen-Brünnlein?

Ein Brunnen, der im kleinen Park am Kriegerdenkmal in Abtswind steht, beschäftigte den Gemeinderat in seiner Sitzung. Das Monument aus Sandstein ist in sichtlich schlechten Zustand, Wasser fließt dort schon lange nicht mehr. Altbürgermeister Klaus Lenz hatte darauf in der Bürgerversammlung hingewiesen und fragte, was die Gemeinde mit dem Brünnlein machen wolle. Das Brünnlein sei einst im Zuge der Errichtung des Kriegerdenkmals mit entstanden. Es soll an die Tränen der Angehörigen erinnern, die Menschen in den Kriegen verloren haben, erläuterte Lenz die Bedeutung.
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Der einst aus Sandstein errichtete, so genannte Tränen-Brunnen im Bereich des Kriegerdenkmals in Abtswind ist sichtbar in schlechtem Zustand. Foto: Andreas Stöckinger

Ein Brunnen, der im kleinen Park am Kriegerdenkmal in Abtswind steht, beschäftigte den Gemeinderat in seiner Sitzung. Das Monument aus Sandstein ist in sichtlich schlechten Zustand, Wasser fließt dort schon lange nicht mehr. Altbürgermeister Klaus Lenz hatte darauf in der Bürgerversammlung hingewiesen und fragte, was die Gemeinde mit dem Brünnlein machen wolle. Das Brünnlein sei einst im Zuge der Errichtung des Kriegerdenkmals mit entstanden. Es soll an die Tränen der Angehörigen erinnern, die Menschen in den Kriegen verloren haben, erläuterte Lenz die Bedeutung.

Bürgermeister Jürgen Schulz gebot, das Thema im Gemeinderat anzusprechen, was er auch tat. In der Sitzung waren sich die Räte einig, dass man das so genannte Tränen-Brünnlein erhalten wolle. Die Wasserstelle herrichten, damit das Brünnlein wieder läuft, sei zu aufwendig, meinten die Räte. Zumal seit weit mehr als 20 Jahren dort kein Wasser mehr gelaufen sei. Eine Bepflanzung mit Blumen wäre dagegen vorstellbar, so das Gremium.

Pflazkübel als Barriere gegen Rasen

Bürgermeister Schulz gebot, er werde die Bürger über das Mitteilungsblatt aufrufen, Vorschläge über das weitere Vorgehen zu machen.

Bürgermeister Schulz berichtete außerdem aus der Bürgerversammlung, dass es einige Bürger nicht für nötig empfanden, Geschwindigkeitsbarrieren am Stämmbauersweg aufzustellen. Schulz hatte das Vorhaben der Gemeinde angesprochen, weil auf der Umgehung der Ortsdurchfahrt trotz Tempo 30 oft recht schnell gefahren werde. Erst dieser Tage habe das Messgerät ein Auto mit Tempo 78 Stundenkilometer registriert. Das Anbringen von Pflanzkübeln als Barriere solle die Fahrzeuge dazu bringen, langsamer zu fahren, der Versuch damit werde gemacht, so der Bürgermeister.

In der Sitzung teilte Bürgermeister Schulz mit, dass die Gemeinde das Ausbessern des Weges zum Jagdschloss am Friedrichsberg in Auftrag gegeben hat. Nachdem vom Besitzer, dem Fürstenhaus Castell-Rüdenhausen, angefragt wurde, ob sich die Kommune bei der Sanierung mit anhängen wolle, hatte der Rat zugestimmt. Der etwa 1,2 Kilometer lange Teil des Weges von der Straße an in den Wald hinein, der in Baulast der Gemeinde ist, wird für Kosten von 25 900 Euro verbessert, die Arbeiten erfolgen in den nächsten Tagen.

Gemeinderat stimmt über Jugendförderung ab

Vergeben wurde die Erneuerung der Mauer an der ehemaligen Kirchenburg. Dort war im Winter ein größeres Stück heraus gebrochen, was die Gemeinde wieder reparieren lässt. Der Auftrag ging an die Firma Reinhart Natursteine in Rauhenebrach für 13 719 Euro.

Zudem wurde die Aufteilung für die gemeindliche Jugendförderung 2019 beschlossen. Der Markt Abtswind stellt als freiwillige Leistung den Vereinen und Gruppen jährlich 5000 Euro zur Verfügung, die Jugendarbeit nachweisen. Der TSV Abtswind erhält demnach 2064 Euro, die Evangelische Kirchengemeinde 1809 Euro, die Wasserwacht 435 Euro, die Jugendfeuerwehr 390 Euro, sowie der Posaunenchor 300 Euro. Dem stimmten die Räte zu.

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