Marktsteft

Was die Marktstefter Feuerwehr 2019 erlebt hat

2019 war emotional kein einfaches Jahr für die Marktstefter Feuerwehr. Gleich beim zweiten Einsatz des Jahres mussten sie nach einem Verkehrsunfall mit Markus Ungerer einen toten Kameraden bergen. Dass dies Spuren hinterlassen hat, merkte man Kommandant Timo Albrecht noch bei seinem Jahresbericht am Sonntagabend in der Jahreshauptversammlung der Stefter Wehr an. Der Unfall zeigt auch, wie belastend der Feuerwehrdienst manchmal sein kann.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bürgermeister Thomas Reichert und Kreisbrandrat Roland Eckert (hinten von links) zeichneten Christian Pfeuffer, Raymond Lemmons, Timo Albrecht und Marco Roth (vorne von links) für ihren langjährigen Dienst bei der Marktstefter Feuerwehr aus. Foto: Robert Haaß

2019 war emotional kein einfaches Jahr für die Marktstefter Feuerwehr. Gleich beim zweiten Einsatz des Jahres mussten sie nach einem Verkehrsunfall mit Markus Ungerer einen toten Kameraden bergen. Dass dies Spuren hinterlassen hat, merkte man Kommandant Timo Albrecht noch bei seinem Jahresbericht am Sonntagabend in der Jahreshauptversammlung der Stefter Wehr an. Der Unfall zeigt auch, wie belastend der Feuerwehrdienst manchmal sein kann.

Insgesamt sprach Albrecht für seine 42 Leute starke Truppe, darunter drei Frauen, von einem "doch recht arbeitsintensivem Jahr" mit insgesamt 18 Einsätzen. Diese deckten fast die gesamte Bandbreite des Feuerwehrdienstes ab, mit Bränden, Verkehrsunfällen, Keller auspumpen und gar der Rettung einer Taube. Positiv war, dass gleich zwei Jugendliche von der Jugendwehr zu den Aktiven wechselten, was sehr wichtig für den Fortbestand der Wehr ist.

Gute Zusammenarbeit mit der Stadt

Lob gab es vom Kommandanten und dem Vereinsvorsitzenden Simon Matthäus für die Zusammenarbeit mit der Stadt Marktsteft, die immer ein offenes Ohr für die Belange der Wehr hat, womit alle Probleme schnell und unkompliziert gelöst werden konnten. Ein Kompliment, das Bürgermeister Thomas Reichert in seinem Grußwort zurück gab: "Ihr habt reale Ansprüche, Ihr redet nicht nur, sondern liefert auch."

Das zeigte sich etwa bei der Beschaffung des Tanklöschfahrzeugs in 2019. Wenn auch etwas teurer als geplant, sei der Zustand des gebrauchten Wagens deutlich besser. Vom Verein steuerte 5000 Euro und den vollständigen Ausbau des Fahrzeugs bei, sodass am Ende alle zufrieden waren.

Für das Geld sorgt der Verein unter der Leitung von Simon Matthäus so gut wie möglich. Da wird eine Comedy-Abend veranstaltet, der Maibaum aufgestellt und beim Weihnachtsmarkt mitgemacht. "Die Einnahmen werden postwendend wieder für nötige Beschaffungen ausgegeben", sagte Matthäus. In den kommenden Jahres wird allerdings gespart, denn bald steht der Kauf eines neuen Feuerwehrfahrzeugs an, zu dem der Verein auch finanziell seinen Beitrag leisten will.

Stolz auf den Nachwuchs

Stolz zeigen sich die Feuerwehrler über die Jugend, die mit zwölf Mitgliedern, darunter fünf Mädchen, für den nötigen Nachwuchs sorgt. Neben den monatlichen Terminen unternimmt die Jugend auch einiges zusammen, etwa beim 24-Stunden Schwimmen, dem Zeltlager, dem St. Martins-Umzug oder einem Besuch in der Trampolinhalle.

Zusammen mit dem Bürgermeister zeichnete Kreisbrandrat Roland Eckert am Ende der Versammlung langjährige Feuerwehrleute aus. Für 20 Jahre war dies Marco Roth und für 30 Jahre Raymond Lemmons. Die staatliche Auszeichnung für 25 Jahre aktiven Dienst erhielten Timo Albrecht und Christian Pfeuffer.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren