Marktbreit

Warum es ein turbulentes Jahr für Marktbreit war

Vor dem Feiern kommt die Arbeit. Das ist im Marktbreiter Stadtrat schon immer so und deshalb kommt in der traditionellen Jahresschlusssitzung vor dem gemeinsamen Essen erst eine kurze Arbeitssitzung. In diesem Jahr war diese vor allem von Reden geprägt, es wurden aber auch einige Beschlüsse gefasst.
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Richard Rossel und Erich Hegwein unterzeichnen die Partnerschaftsurkunde zwischen Zella-Mehlis und Marktbreit. Foto: Robert Haaß

Vor dem Feiern kommt die Arbeit. Das ist im Marktbreiter Stadtrat schon immer so und deshalb kommt in der traditionellen Jahresschlusssitzung vor dem gemeinsamen Essen erst eine kurze Arbeitssitzung. In diesem Jahr war diese vor allem von Reden geprägt, es wurden aber auch einige Beschlüsse gefasst.

Ursprünglich für den Neubau der AWO-Seniorenresidenz gedacht, wurde das Bebauungsplanverfahren Ohrenberg 2 durchgeführt. Hier lagen am Montagabend die Bedenken und Anregungen der Träger öffentlicher Belange vor, die nach der Maßgabe des Planungsbüros Wegner behandelt wurden. Da im Umfeld 30 weitere Bauplätze entstehen sollen, ist eine weitere Auslegung nötig. Durch die neuen Bauplätze wurde ein Tagesordnungspunkt obsolet, der ein weiteres Baugebiet ebenfalls im Bereich Ohrenberg, nördlich der Pfarrer Reiz-Straße vorsieht. Ein mögliches Verfahren wird wohl erst dann eingeleitet, so Bürgermeister Erich Hegwein, wenn die vorgenannten 30 Bauplätze vermarktet sind.

Begeistert von der Marktbreiter Altstadt

Teil der offiziellen Sitzung war die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde mit dem thüringischen Zella-Mehlis. Schon vor einigen Monaten wurde eine erste Ausgabe der Urkunde in Zella-Mehlis von dem dortigen Bürgermeister Richard Rossel und Erich Hegwein unterzeichnet. Nun war der Gegenbesuch in Marktbreit, neben Rossel auch die beiden Beigeordneten Sarah Boost und Thomas Bischof.

Für Rossel ist es nicht der erste Besuch in Marktbreit. Er zeigte sich begeistert von der Freundlichkeit der Marktbreiter und von der Altstadt, auf die er gar ein wenig neidisch ist: "Wir müssen viele Kulissen bauen, für einen Weihnachtsmarkt", sagte er, "ihr müsst nur Buden aufstellen." Rossel hofft, dass "bei euch die Partnerschaft genauso erfüllt wird, wie bei uns" und kündigte die Teilnahme am nächsten Drachenbootrennen in Marktbreit mit einer eigenen Mannschaft aus Zella-Mehlis an.

Sorgen wegen sinkender Schülerzahlen

In seiner Jahresschlussrede ging Erich Hegwein noch einmal auf die prägenden Ereignisse eines Jahres ein, das "das turbulenteste in den vergangenen 18 Jahren war". Mit den Feierlichkeiten zum Jubiläum 200 Jahre Stadtrecht war es aber auch ein sehr erfolgreiches Jahr für die Stadt.

Sorgen bereitet dem Bürgermeister die Mittelschule mit ihren sinkenden Schülerzahlen. Der neue Schulverbund mit Iphofen/Scheinfeld laufe aber gut, so dass in diesem Jahr wieder drei Klassen in Marktbreit sind. Das Jahr 2019 bedeutete auch das Aus für den Discobus, nachdem eine Diskothek geschlossen wurde und die Nachfrage erloschen war, wurde die Verbindung nach rund 15 Jahren eingestellt.

Für die Kindergärten wendet die Stadt jährlich eine halbe Million Euro auf, die größte Baustelle der Stadt ist derzeit auch die Sanierung und Erweiterung des evangelischen Kindergartens, bei der es immer wieder Überraschungen gab und nachgesteuert werden musste.

Ein großer Erfolg ist sicherlich, dass die Stadt keine Schulden mehr hat. Ein zinsloses Darlehen wurde abgelöst, da die Stadt Bereitstellungszinsen zahlen muss. Hegwein appellierte außerdem, bei aller Digitalisierung nicht den Kontakt mit den Bürgern aus den Augen zu verlieren.

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