LANDKREIS KITZINGEN

Warnung vor dem Borkenkäfer

Wegen des trockenen und heißen Sommers sieht das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eine Gefahr durch Borkenkäferbefall. Die Behörde ruft Waldbesitzer dazu auf, die Fichtenbestände genau zu beobachten und bei Befall konsequent zu handeln.
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Tunnelsystem: Ein Blick auf die Fressgänge des Borkenkäfers unter der Fichtenrinde. Foto: Foto: Harald Meyer

Wegen des trockenen und heißen Sommers sieht das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eine Gefahr durch Borkenkäferbefall. Die Behörde ruft Waldbesitzer dazu auf, die Fichtenbestände genau zu beobachten und bei Befall konsequent zu handeln.

Der Trockenstress habe viele Bäume anfällig gemacht für Schadinsekten, so eine Pressemitteilung des Amts. Borkenkäfer wie Buchdrucker und Kupferstecher an der Fichte nutzten die warm-trockene Witterung für eine schnellere Entwicklung. Sie können gestresste Bäume leichter befallen – der Kupferstecher den den Gipfelbereich und der Buchdrucker den Stamm.

Borkenkäfer bevorzugen laut Pressetext vor allem der Sonne zugewandte Randzonen. Wegen der sehr hohen Temperaturen im Juli und August habe sich der Käferbefall zusätzlich auch ins kühlere Innere des Fichtenbestands verlagert und werde dort erst jetzt sichtbar. Symptome seien Rotfärbung der Krone von oben her (Nadelverfärbung, Nadelabfall) oder abfallende Rinde, so das Forstamt.

Befallenes Holz abtransportieren

Ab Mitte September finde kein Neubefall mehr statt. Die Borkenkäfer verbleiben in ihren Überwinterungsquartieren: der Kupferstecher unter der Rinde, der Buchdrucker unter der Rinde oder am Boden.

Unter der Rinde von befallenen Fichten entwickelten sich die Käfer bei milden Temperaturen weiter. Fällt die Rinde der Fichte mit den fertig entwickelten Käfern herunter, entziehen sich die Käfer der Aufarbeitung und überleben den Winter am Boden. Deswegen sei dringend anzuraten, weiter intensive Befallskontrollen durchzuführen und befallenes Holz konsequent aufzuarbeiten und abzutransportieren, bevor die Rinde abfällt.

Ebenso sollten angebogene Fichten oder Giebelmaterial von aufgearbeiteten Fichten aus dem Wald entfernt werden, um dem Käfer Brutraum zu entziehen, schreibt das Amt. So werde die Ausgangslage für das kommende Jahr verbessert.

Fazit: Aufgrund von Trockenstress der vergangenen Monate werden die Waldbesitzer bis auf weiteres um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten. Im Zuge von verstärkten Kontrollen sind die Fichtenbestände aufmerksam zu mustern und befallene Bäume und Käfernester konsequent aufzuarbeiten, um eine Massenvermehrung zu verhindern.

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