VOLKACH

Warmer Geldregen für die Stadt Volkach

Es war der letzte Punkt im öffentlichen Teil der Stadtratssitzung in Volkach am Montagabend, aber der weitaus erfreulichste. Es gibt um viel Geld.
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(huGO-ID: 37755016) Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder und Staatssekretär Albert Füracker übergaben die Zuweisungsbescheide an Landrätin Tamara Bischof und Volkachs Bürgermeister Peter Kornell. Foto: Foto: Heimatministerium

Es war der letzte Punkt im öffentlichen Teil der Stadtratssitzung in Volkach am Montagabend, aber der weitaus erfreulichste. Bürgermeister Peter Kornell hatte Anfang der Woche im Heimatministerium von Finanzminister Markus Söder und Staatssekretär Albert Füracker den Bescheid über 1,5 Euro an Bedarfszuweisungen und Stabilisierungshilfen erhalten. Somit war Kornell einer von 140 Bürgermeistern und Landräten des Freistaates (O-Ton Kornell: „140 arme Schlucker“), die für ihre Kommunen und Kreise in den Genuss der Gelder gekommen sind. 1,35 Millionen nutzt die Stadt, um ihre Schulden zu reduzieren, die übrigen 150000 Euro wandern in den Bau einer Krippengruppe im Kindergarten. Die Zustimmung des Rates war reine Formsache und verlief erwartungsgemäß einstimmig.

Durch diesen warmen Geldregen und einer eigenen Rückzahlung sinkt der Schuldenstand der Stadt von 3,9 Millionen Euro Ende 2016 auf nun 2,4 Millionen Euro, teilte Kämmerer Werner Hübner auf Anfrage mit. Der Bürgermeister hatte vor wenigen Tagen die vierte Stabilisierungshilfe bekommen, dann insgesamt 3,5 Millionen Euro. „Wir werden auch nächstes Jahr wieder einen Antrag stellen“, so der Kämmerer, „ob wir berücksichtigt werden, entscheidet im Herbst 2018 der Vergabeausschuss des Ministeriums.“

Aber auch was die „kleinen Schritte“ angeht, arbeitet der Stadtrat weiter an der Konsolidierung des Haushaltes und dreht weiter an der Gebührenschraube. „Alles sehr moderat, alles kleine Beträge“, eröffnete Kornell die verschiedenen Tagesordnungspunkte. Der dickste Brocken ist die Erhöhung der Ablöse für Kfz-Stellplätze, die normalerweise jeder, der neu baut oder ein Grundstück kauft, für die Fahrzeuge vorhalten muss. Geht es aus verschiedenen Gründen nicht, können die Stellplätze auch abgelöst werden. Ab dem 1. Januar sind 1700 Euro fällig, 50 Euro mehr als bisher. In Cent-Schritten steigen ab dem 1. Februar die Kursgebühren der Volkshochschule (VHS). Für 45 Minuten zahlen Senioren dann 1,60 statt 1,50 Euro, die junge VHS schlägt mit 2,70 anstelle 2,50 Euro zu Buche. Sprachkurse verteuern sich von 2,50 auf 2,70 Euro und Einzelveranstaltungen von 3 auf 3,20 Euro.

Auch die Ausleihe in der Stadtbibliothek wird ein wenig teurer. Die Jahresgebühren betragen ab dem 1. Januar für Kinder bis 15 Jahren 6,50 Euro (bislang 6 Euro), für Jugendliche und Erwachsene 10 Euro (9,50 Euro) und für Familien 16 Euro (15 Euro). Bei den Einzelgebühren sind dann 70 Cent fällig (50 Cent), und wer seine Medien verspätet abgibt, zahlt pro Woche zukünftig 70 statt 60 Cent.

Schließlich erhöhen sich auch die Gebühren für die Nutzung des Friedhofes. So kostet zu Beispiel ein Einzelgrab 33 statt 32 Euro pro Jahr, ein Familiengrab mit zwei Grabstellen 48 statt 45 Euro und die Nutzung der Leichenhalle 180 (174) Euro, wenn eine Aufbewahrungszelle genutzt wird. Wird sie nicht genutzt, sind 60 (58) Euro fällig. Der Stadtrat stimmte allen Gebührenerhöhungen einstimmig zu.

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