Prichsenstadt

Wandernde Bürgersprechstunde

Der Klimaschutz, der Wald als gigantischer CO2-Speicher und der Schädlingsbefall, aber auch die Rente, das Ergebnis der Europawahl und die Mobilität auf dem flachen Land. Allesamt Themen, mit denen Anja Weisgerber (CSU) während ihrer dreitätigen Wanderung "Mit Anja auf Tour" konfrontiert war.
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Der Nachwächter Herrmann Schlossnagel und die Bundestagsabgeordnete Anja Weisgerber (rechts nebeh ihm) mitsamt der 30köpfigen Wandergruppe auf dem Weg in den Ort Prichsenstadt, der letzten Station der dreitägigen Wanderung "Mit Anja auf Tour". Foto: Guido Chuleck

Der Klimaschutz, der Wald als gigantischer CO2-Speicher und der Schädlingsbefall, aber auch die Rente, das Ergebnis der Europawahl und die Mobilität auf dem flachen Land. Allesamt Themen, mit denen Anja Weisgerber (CSU) während ihrer dreitätigen Wanderung "Mit Anja auf Tour" konfrontiert war.

Was der Politikerin aufgefallen ist, das ist das Fehlen von Berührungsängsten. Natürlich waren die Themen nicht immer die Angenehmsten, denn wie erklärt man dem Bürger eine EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen und eine Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. Wichtig war Vielen auch der Klimaschutz und der Wald. Ein Wald leistet einen "enormen Beitrag, um die Klimaerwärmung einzudämmen", so Weisgerber, aber der Wald leide gerade unter Trockenheit und Schädlingsbefall. "Hier hat das Bundeslandwirtschaftsministerium Unterstützung angekündigt, und wir haben uns als Ziel gesetzt, den Waldumbau zu forcieren, um seine Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel zu erhöhen."

Begonnen hatte die Tour am Freitag mit einem Rundkurs um Stadtlauringen über Mailes und Oberlauringen (11 Kilometer), am Samstag war Gernach Start und Ziel, mit der Zwischenstation Kolitzheim (10). Sonntag war Prichsenstadt an der Reihe, es ging über Kirchschönbach und Ilmbach (Kaffee im Jagdschloss) zurück nach Prichsenstadt (12). Die Besonderheit hier: Weisgerbers Abgeordneten-Vorgänger Michael Glos lebt in Prichsenstadt, und auf seiner "Tour de Glos" hatte er seinen Heimatort immer ausgelassen. "Warum soll ich da hin, da kennen mich die Leute doch", zitierte Weisgerber den Bundeswirtschaftsminister a. D.. "Ich war schon einige Male privat hier, auch zum Essen, aber noch nicht offiziell", begründete Weisgerber, warum es gerade Prichsenstadt sein musste.

Dort empfing der Nachtwächter Herrmann Schlossnagel die Wandergruppe und weihte sie auf dem Weg zum Schlusshock, dem Gasthof Storch, und auch beim Essen in die Besonderheiten seines Ortes ein. "Schön, dass in vielen Orten eine Tradition hochgehalten wird, wie hier in Prichsenstadt der Nachtwächter", schwärmte die Politikerin. Und während ihre Tochter ein bereitgestelltes Sofa zu ihrem Erschöpfungs-Schlafplatz auserkoren hatte und ihr Sohn ausgelassen durch den Innenhof tollte, genossen Weisgerber und ihre gut 30 Wandergenossen das Essen.

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