Einen Überblick über den Abtswinder Gemeindewald lieferte Forstdirektor Klaus Behr vom Amt für Landwirtschaft und Forsten in Kitzingen den Abtswinder Gemeinderäten.

Rund 230 Hektar hat die Gemeinde rund um den Friedrichsberg, die es zu hegen und zu pflegen gilt. Um noch besser in den Wäldern arbeiten zu können, regte Behr an, dass die Gemeinde ihre Waldwege an etlichen Stellen ausbessern solle.

„In den letzten 15 Jahren wurde wegen der Schäden im Wald viel Holz abtransportiert. Die Wege sind in einem Zustand, der verbessert werden sollte“, meinte Behr. Vor allem der östliche Ringweg am Friedrichsberg bedürfe dringend einer Sanierung.

Nach Schätzung des Fachmanns fielen für die Gemeinde Kosten von rund 85 000 Euro an. Allerdings sei hier eine Förderung von bis zu 60 Prozent möglich, sagte er. Jedoch werde eine Förderung nur dann ausgeschüttet, wenn die Wege einen gewissen Standard vorweisen, der eine Mindestbreite, Gräben, sowie einer Trag- und Deckschicht vorsieht. Bürgermeister Jürgen Schulz und die Gemeinderäte sahen die Notwendigkeit ein. Aber ob gleich alle Wege so aufwändig ausgebessert werden müssen, zweifelte Ratsmitglied Hermann Höfer an. Man wolle und werde sich erst einmal selbst ein Bild vor Ort machen, legte der Gemeinderat fest.

Forstdirektor Behr riet, zumindest einen Teil der Strecken für 2015 zu reparieren und Geld dafür im Haushalt der Gemeinde vorzusehen. Damit waren die Gemeinderäte einverstanden.

Insgesamt 700 Festmeter Holz werden dieses Jahr im Abtswinder Gemeindewald eingeschlagen werden, teils mit den Gemeindearbeitern, teils per Harvester, wie etwa auf einer Fläche im Waldstück Donnerloch. Außerdem riet Behr wegen der momentan guten Holzpreise zum Einschlag von hiebreifen Fichten. Weiter will die Gemeinde wieder Zäune um ihre Kulturen abbauen, und zwar auf einer Länge von insgesamt 2400 Metern. Die Zaunpflege nannte Behr aber weiterhin als wichtig.

Lässt die Gemeinde ihre Wege nach Plan der Behörde herrichten, dann stehen im Forstbetriebsplan den Einnahmen in Höhe von 131 955 Euro Ausgaben von 155 601 Euro gegenüber. Bei einer Reparatur aller vorgesehenen Wege entstünde somit im Wald ein Minus von 23 646 Euro.