Escherndorf

Wachablösung bei der Escherndorfer Wehr

Auf der Kommandobrücke der Feuerwehr Escherndorf stehen seit Freitagabend zwei neue Kapitäne. Jeweils einstimmig wurden Peter Wiget zum neuen ersten Kommandanten und Sebastian Römmelt zu dessen Stellvertreter gewählt. Sie lösten bei den Neuwahlen in der Hauptversammlung im Sportheim die bisherigen Kommandanten Michael Neubert und Matthias Schlick ab, die ihr Amt 18 Jahre ausübten.
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Nach 18 Jahren übergaben Escherndorfs bisherige Kommandanten Matthias Schlick und Michael Neubert symbolisch ein Strahlrohr an ihre Nachfolger Peter Wiget und Sebastian Römmelt. Über die Wachablösung freute sich ihr Dienstvorgesetzter, Bürgermeister Peter Kornell (von links). Foto: Peter Pfannes

Auf der Kommandobrücke der Feuerwehr Escherndorf stehen seit Freitagabend zwei neue Kapitäne. Jeweils einstimmig wurden Peter Wiget zum neuen ersten Kommandanten und Sebastian Römmelt zu dessen Stellvertreter gewählt. Sie lösten bei den Neuwahlen in der Hauptversammlung im Sportheim die bisherigen Kommandanten Michael Neubert und Matthias Schlick ab, die ihr Amt 18 Jahre ausübten.

Bürgermeister Peter Kornell, der als Wahlleiter fungierte, freute sich über die Bereitschaft der Nachwuchskräfte, Verantwortung in der Wehr zu übernehmen. Mit ihrer Entscheidung hätten sie Neubert und Schlick problemlos den Kommandanten-Ruhestand ermöglicht. Lob zollte er den Escherndofer Einsatzkräften: "Sie sorgen dafür, dass unsere Bürger ruhig schlafen können." Dank und Anerkennung richtete er an die beiden ausscheidenden Verantwortlichen: "Mit Augenmaß und Begeisterung haben sie über 18 Jahre ihren Job gemacht."

Ein Ziel wurde nicht erreicht

Michael Neubert skizzierte seinen Werdegang bei der Wehr seit seinem Eintritt 1986. Immer parallel mit Matthias Schlick habe er "an vorderster Front" gekämpft. So übernahmen beide 2001 die Kommandanten-Posten, die sie drei Amtsperioden ausfüllten. Den neuen Kommandanten Wiget erinnerte er daran, dass es in der Wahlnacht seines Vorgängers Ludwig Roth als auch in seiner eigenen Wahlnacht 2001 brannte. "Immer wenn es in Escherndorf einen neuen Kommandanten gibt, muss die Wehr ausrücken", so Neubert.

Seine Ziele bei der Wehr hat er bis auf eines erreicht. "Ich möchte, dass wir hier im Dorf wieder eine Jugendfeuerwehr haben", sagte er vor sechs Jahren. Aktuell verrichtet nur ein Jugendlicher Dienst. Die Wehr hat 45 Aktive, der Feuerwehrverein 100 Mitglieder.

Gutscheine an verdiente Feuerwehrleute

In seinem Jahresrückblick streifte Neubert zahlreiche Übungen, auch mit der Nachbarwehr aus Köhler. Die Wehr rückte viermal aus. Die Ursachen waren ein schwerer Verkehrsunfall, ein Brand, eine Vermisstensuche und ein leichtsinniger Mensch, der auf dem Geländer der Volkacher Mainbrücke herumturnte. Wegen zwei Fehlalarmen fuhr man hoch zur Vogelsburg.

Vereinsvorsitzender Lorenz Schlier nannte die Christbaumverlosung Ende November als Höhepunkt im Vereinsleben. Gutscheine überreichte er den verdienten Mitstreitern Herbert Schneider (langjähriger Kassenprüfer), Martin Sauer (Motorsägelehrgang) und Dietmar Sauer (Organisator der Kameradschaftsabende). Dass man sich auf die Escherdorfer Kameraden verlassen kann, bestätigten Kreisbrandinspektor Michael Krieger und Kreisbrandmeister Erwin Strobel.

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