Volkach

Vorsicht: Falscher Polizist!

Täglich werden in Bayern Senioren von skrupellosen Betrügern um ihr Erspaartes gebracht. Kriminalhauptkommissar a.D. Hanns Strecker berichtete über die neuesten Betrugsversuche.
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Groß war das Interesse der Volkacher Senioren, als der ehemalige Kriminalhauptkommissar Hanns Strecker (im Bild rechts hinten stehend) vor Betrugsdelikten warnte. Foto: Menger

Täglich werden in Bayern Senioren von skrupellosen Betrügern um ihr Erspartes gebracht. Die Tricks der meist aus den osteuropäischen Ländern agierenden Banden werden immer dreister und brutaler, so die Mitteilung. Kriminalhauptkommissar a.D. Hanns Strecker berichtete vor einem großen Kreis von Senioren über die neuesten Betrugsversuche und gab Tipps, wie man sich davor schützen kann.

Deutlich vermehrt hat sich nach seiner Aussage das Auftreten falscher Polizisten. Diese rufen zum Beispiel Senioren an und geben sich als Poliezibeamte aus. Unter dem Vorwand, dass gerade „Diebesbanden“ in ihrem Wohnort unterwegs seien, veranlassen sie, dass die Personen ihr Geld oder Schmuck einem persönlich erscheinenden „Polizeibeamten“ zur Verwahrung mitgeben.

Unter Einsatz neuer Techniken ist es den Tätern sogar möglich, dass auf dem Telefon des geschädigten Personenkreis sogar die Notrufnummer 110 der Polizei erscheint. „Bleiben sie misstrauisch!“ ermahnte Strecker. Er betonte weiter, dass niemals echte Polizeibeamte in eine Wohnung kommen und Geld oder andere Wertsachen mitnehmen wollen.

Auch warnte er vor den sogenannten „Schockanrufen“, wo Unbekannte mitteilen, dass ein Familienmitglied schwer erkrankt sei und dringend finanzielle Unterstützung braucht. „Wenn es dann doch einmal passiert ist“, empfahl der Beamte, sich sofort an die nächste Polizeidienststelle zu wenden. Auch die Opferschutzorganisation Weißer Ring kann in solch einem Fall jederzeit kontaktiert werden.

Nach seinem Vortrag begann eine lange Diskussion, wo man bemerkte, dass die Senioren noch ein großes Informationsbedüfnis zu dem Thema hatten.

Weitere Hinweise gibt es im Internet unter www.polzei-beratung.de oder über das bundesweite Opfer-Telefon des Weißen Rings, Tel.: 116006 .

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