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Rödelsee

Von Freude und Ärger im vergangenen Jahr

Viel geschafft, aber dem neuen Gemeinderat noch viel zu tun übriggelassen. So fasste Rödelsees Bürgermeister Burkhard Klein sinngemäß das abgelaufene Sitzungsjahr des Gemeinderats bei der festlichen Neujahrssitzung zusammen. Dieses sei nicht ruhig gewesen, bilanzierte er. 19 Sitzungen habe es gegeben und zum ersten Mal habe eine Sitzung ausfallen müssen, weil man nicht beschlussfähig gewesen sei.
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Viel bewirkt hat der jetzige Rödelseer Gemeinderat. Doch Bürgermeister Burkhard Klein weiß, dass auch der neue, der am 15. März gewählt und viele neue Gesichter haben wird, noch einiges in Rödelsee, Fröhstockheim und auf dem Schwanberg zu tun haben wird. Foto: Gerhard Krämer

Viel geschafft, aber dem neuen Gemeinderat noch viel zu tun übriggelassen. So fasste Rödelsees Bürgermeister Burkhard Klein sinngemäß das abgelaufene Sitzungsjahr des Gemeinderats bei der festlichen Neujahrssitzung zusammen. Dieses sei nicht ruhig gewesen, bilanzierte er. 19 Sitzungen habe es gegeben und zum ersten Mal habe eine Sitzung ausfallen müssen, weil man nicht beschlussfähig gewesen sei.

Statistik gehört zum Rückblick dazu. So hat die gesamte Sitzungsdauer 33 Stunden und 20 Minuten gedauert. 318 Mal wurde abgestimmt, 286 Mal davon einstimmig. Für die Tischvorlagen waren 2888 Seiten pro Ratsmitglied notwendig.

Laut Bürgermeister Burkhard Klein wurden 29 Bauvorhaben behandelt. Darunter waren allein 15 Neubauten in Rödelsee.

Kindergarten braucht 2021 wieder neue Plätze

Einige Baustellen waren das terroir f, die Jugendcontainer und die Baumaßnahmen am Jüdischen Friedhof. Diese werden in diesem Jahr umgesetzt, ebenso die energetische Sanierung des Kindergartens, der Parkplatz am Bauhof sowie die Erschließung im Baugebiet Schlossgrund. Auch wenn der Kindergarten erst einmal fertig gestellt sei, "wissen wir heute schon, dass wir spätestens im Jahr 2021 wieder neue Räume brauchen".

Dass die Umweltstation nicht auf den Schwanberg kommt, habe nicht nur ihn geärgert, sagte Klein. Er ging auch kurz auf die Probleme im und um das Baugebiet Schlossgrund ein, ebenso um das "Gedönse um Knettenbrech und Gurdulic" und die "Spendenaffäre". Zur letzteren merkte er an, dass er persönlich solche Vorwürfe nicht strafrechtlich verfolgen lassen werde. "Spätestens dann, wenn solche Leute selbst im Gemeinderat sitzen, werden sie merken, wie töricht und unwahr diese Aussagen sind und waren", sagte Klein.

Investitionen in zahlreiche Projekte

Aber der Bürgermeister hatte auch Positives zu berichten: Da ist Rödelsee als Fair Trade-Gemeinde, die Verpachtung des Dorfladens, der Zugangskorridor beim Gemeinschaftsjagdrevier Rödelsee oder die gute Arbeit in der Interkommunalen Allianz.

Auf Grund der Fördermittel und des guten Abverkaufs der Bauplätze im Schlossgrund habe die Gemeinde am 9. Januar dieses Jahres einen Kassenbestand von über 1,2 Millionen Euro auf dem Konto gehabt. Schlimm sei, dass man dafür Strafzinsen zahlen müsse. Deshalb müsse man das Geld auch wieder zügig ausgegeben. Zum Beispiel für die beschlossene Sanierung des Rödelseer Friedhofs, für die Abrechnung beim Kindergarten, die Beschaffung von Fahrzeugen für die Freiwillige Feuerwehr, die Abwassersanierung und für das "Jahrhundertprojekt Dorferneuerung Fröhstockheim".

Klein beschwor die Gemeinschaft des Gemeinderats, die sich auch bei der Trauerfeier für den Kollegen Gerhard Eyselein gezeigt habe. Er dankte allen, insbesondere seinem Stellvertreter Horst Kohlberger. Dieser dankte für Kleins Engagement für die Gemeinde und überreichte Kleins Frau Martina einen Blumenstrauß.

Viele Aufgaben für den neuen Gemeinderat

Sein Bedauern drückte Klein darüber aus, dass neben Kohlberger auch Alexandra Pohl, Martina Neuweg, Peter Hirschberger, Karl-Josef Deppisch und Dietmar Chrischilles nicht mehr kandidieren. Auch dankte er nochmals persönlich dem aus dem Rat ausgeschiedenen Walter Fuhrmann, dem er ein Präsent überreichte.

Auf den neuen Gemeinderat warten viele Aufgaben, denn Rödelsee will "ein Dorf mit Zukunft bleiben". Klein nannte den Hochwasserschutz und den Schutz bei Starkregenereignisse. Diese Themen seien genauso wichtig wie die Überlegungen zu einem Landschaftssee und der Frage nach einer Weinbergsbewässerung wie das Versprechen, für mehr Biodiversität zu sorgen.

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