MAINSTOCKHEIM

Von Anleinpflicht bis Winterdienst

Aus der Bürgerversammlung
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Bei der Bürgerversammlung am Donnerstagabend in Mainstockheim informierte Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs von einer leicht gesunkenen Einwohnerzahl.

2036 Einwohner zählt die Gemeinde; das sind rund 50 Personen weniger als im Vorjahr – vor allem wegen Wegzügen.

Der Haushalt sei stabil, für 2017 würde auch weniger Geld gebraucht als angesetzt. Das liege vor allem an den Verzögerungen beim neuen Baugebiet und beim Kinderarten-Neubau, erläuterte der Bürgermeister außerdem.

Hoch verschuldet

Die Schulden seien leicht gesunken umgerechnet auf rund 1120 Euro je Einwohner; ist damit etwa doppelt so hoch wie der Landesdurchschnitt. Bürgermeister Fuchs ist optimistisch, dass im kommenden Jahr trotz der Großprojekte keine neuen Kredite notwendig sind und damit weiter abgebaut werden kann. Ausführlich legte er die Baugeschichte des Ortes dar.

Im Zuge der Verkehrsberuhigung der Staatsstraße hofft Bürgermeister Fuchs, dass in der Ortsdurchfahrt eine Zone 30 eingerichtet werden kann. Er appellierte an alle Anwohner, im Winter ihre Fahrzeuge so zu parken, dass Fahrer von Räumfahrzeugen ihrer Arbeit nachgehen können. Zum wiederholten Male wies er auf die Anleinpflicht für Hunde bestimmter Rassen hin und vor allem auf die korrekte Benutzung und Entsorgung der Hundekotbeutel: „Wenn sie dann 100 Meter weiter im Gras liegen, macht das wenig Sinn.“

Kindergarten ist notwendig

Auf Nachfrage von Falko Rüd aus den Reihen der Zuhörer ging der Bürgermeister näher auf den Kindergarten-Neubau ein. Falko Rüd ist Mitglied des Elternbeirates und wollte wissen, wann mit einem Baufortschritt zu rechnen sei. Momentan werde der Betreib durch Notgruppen aufrechterhalten und noch sei völlig unklar, ob die derzeitigen Krippenkinder einen Platz im Kindergarten haben werden. Bürgermeister Fuchs erklärte, dass in der nächsten Sitzung des Gemeinderates der nächste Schritt getan werden solle. Es sei eine Fertigstellung bis Ende 2018 geplant; ob das eingehalten werden könne, hänge davon ab, ob Planer und Baufirmen rechtzeitig gefunden werden können. „Aber der Kindergarten kommt und er ist notwendig“, stellte er klar.

Auf die weitere Frage von Rüd, ob die Gemeinde die 30 Schließtage des evangelischen Kindergartens irgendwie überbrücken könne, etwa in Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden, ging Fuchs allerdings nicht explizit ein.

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