SEINSHEIM

Vom Dach regnete es Süßigkeiten

Im kleinen Rahmen feierte die Gemeinde Seinsheim Richtfest am Bau für die Kleinkindgruppe mit zwölf Plätzen am Kindergarten. Auch einige der ganz Kleinen und künftigen Nutzer der Einrichtung schauten sich den Rohbau schon einmal mit kritischem Blick an.
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Aufführung: Die Kindergartenkinder drückten spielerisch und singend aus, was sie sich vom neuen Gebäude wünschen. Foto: Foto: Gerhard Krämer
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Im kleinen Rahmen feierte die Gemeinde Seinsheim Richtfest am Bau für die Kleinkindgruppe mit zwölf Plätzen am Kindergarten. Auch einige der ganz Kleinen und künftigen Nutzer der Einrichtung schauten sich den Rohbau schon einmal mit kritischem Blick an.

Im Mai hatte der Bau begonnen – die Vorgeschichte aber schon fast eineinhalb Jahre vorher. Denn am 14. Januar 2013 hatte der Gemeinderat beschlossen, eine Lösung für eine Kinderkrippe zu erarbeiten. Ende Mai des gleichen Jahres hatten Bürgermeister und Ratsmitglieder dann erst einmal kräftig zu schlucken: die Kostenschätzung belief sich auf etwa 900 000 Euro.

Strenges Zuschussrecht

Neue Planungen machten zwar eine Senkung der Kosten möglich, 740 000 Euro waren es aber immer noch. Es gab deshalb auch Überlegungen für einen Neubau, doch das strenge Zuschussrecht machte dies zunichte, weil es noch eine Sperrfrist wegen eines Zuschusses beim vorangegangenen Bau gibt. Im November dann begann die Planung für den jetzigen Standort, an dem ein eigener Bau für die Kleinkinder entsteht. Die Gesamtkosten beziffert Bürgermeister Heinz Dorsch auf rund 556 000 Euro und erhofft sich bei einem hohen Fördersatz einen Zuschuss von 326 000 Euro. Dorsch hofft, damit auch auszukommen.

Die Ausschreibungsergebnisse jedenfalls deuten darauf hin. In den letzten sechs Jahren seiner Amtszeit möchte er dann eigentlich nichts mehr am Kindergarten bauen, denn er ist nun schon zum dritten Mal mit einem Umbau beschäftigt. Bis Ende 2014 muss alles fertig sein.

Die Kindergartenkinder jedenfalls zeigten bei einer Vorführung, wie schnell ein Bauwerk entstehen kann, wenn alle zusammenhelfen. Kindergartenleiterin Sieglinde Dazian hatte auch einen kleinen Richtspruch parat, den offiziellen sprach der Chef der Zimmerei, Bernd Hartmann. Er warf von hoch oben, nachdem sein Weinglas in glücksbringenden Scherben zersprungen war, den Kindern Süßigkeiten herunter. Solche hatte auch der Architekt dabei und von der Gemeinde gab es ein Eis.

Für die Erwachsenen gab es zu Erinnerung ein kleines Kartonhaus mit Mini-Backstein.

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