Dettendorf

„Volle Power“ beim Götzhaus

Spürbar war die Enttäuschung des Dettelbacher Stadtrats über die Entscheidung des Kreistags, die geplante Umweltstation in Marktsteft zu verwirklichen. "Wir hatten die beste Bewerbung", war sich Raimund Sauer (CSU) sicher. Im Gegensatz zu Dettelbach sei es anderen Kommunen jedoch erlaubt worden, ihre Vorstellung nachzubessern. Trotzdem will der Stadtrat den Kopf nicht in den Sand stecken. "Volle Power" forderte Sauer für eine alternative Lösung für das denkmalgeschützte Götzhaus, in dem die Umweltstation angedacht war. Auch Roland Nagel (FW) meinte, man solle das Götzhaus jetzt "schnell anpacken".
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Spürbar war die Enttäuschung des Dettelbacher Stadtrats über die Entscheidung des Kreistags, die geplante Umweltstation in Marktsteft zu verwirklichen. "Wir hatten die beste Bewerbung", war sich Raimund Sauer (CSU) sicher. Im Gegensatz zu Dettelbach sei es anderen Kommunen jedoch erlaubt worden, ihre Vorstellung nachzubessern. Trotzdem will der Stadtrat den Kopf nicht in den Sand stecken. "Volle Power" forderte Sauer für eine alternative Lösung für das denkmalgeschützte Götzhaus, in dem die Umweltstation angedacht war. Auch Roland Nagel (FW) meinte, man solle das Götzhaus jetzt "schnell anpacken".

Die Stromtrasse SuedLink scheint an Dettelbach vorüber zu gehen. Wie Bürgermeisterin Christine Konrad in der Sitzung am Montag erläuterte, gebe es in der derzeit vorliegenden Planung fünf mögliche Stränge, die Gleichstrom von Norden nach Süden führen sollen. Dettelbach wäre nur von Strang 5 betroffen, der allerdings die mit weitem Abstand meisten "Realisierungshindernisse" aufweise. Im Klartext: Es sei wohl nicht damit zu rechnen, dass dieser Strang gebaut wird, so Konrad. Trotzdem gab der Stadtrat Stellungnahmen zu drei Punkten ab, die im bisherigen Verfahren noch nicht gebührend berücksichtigt waren.

Verschoben hat der Stadtrat die von allen Seiten gut geheißene Organisationsuntersuchung für den städtischen Bauhof. Sie soll erst im nächsten Jahr realisiert werden, wenn die dafür notwendigen Mittel im Haushalt eingeplant werden können. Die Untersuchung bereits im diesen Jahr durchzuführen, wurde denkbar knapp mit 9:9 Stimmen abgelehnt. Als Grund für die Verschiebung nannte Marcel Hannweber (CSU), dass die bisher durchgeführten Organisationsgutachten "nicht sonderlich erfolgreich gelaufen" seien. Manfred Berger (SPD) meinte auch, dass man noch ein Jahr zuwarten solle, weil der Bauhof eine neue Lösung benötige, die bei einer Untersuchung in diesem Jahr möglicherweise nicht gebührend berücksichtigt werde.

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