Eine neue Technik könnte auf absehbare Zeit in Sulzfeld Einzug halten. Der Marktbreiter Achim Knöchel von der Firma Checknology erläuterte in der Gemeinderatssitzung sein neuartiges „moobi“-Konzept, mit sogenannten QR-Codes. Dabei können über Smartphones oder Tabletts beispielsweise Information zu Denkmälern oder Gebäuden aufgerufen werden. Dies geht über eine kostenlose App.

„Damit können sie eine multimediale Dorfführung beginnen“, sagte Achim Knöchel. Er gab einen Einblick in das, was von Marktbreit bisher existiert – eine virtuelle Rathausführung. Auch anderen Gemeinden will Knöchel sein Projekt anbieten. Wie er sagte, könnten in dem QR-Code Informationen über Weinbergführungen, einen Dorfrundgang oder Werbung für die Gastronomie hinterlegt werden: „Wir sind da thematisch unbegrenzt“, versicherte der Marktbreiter.

Um dem Projekt eine fundierte Basis zu geben, schlug Knöchel einen Workshop mit Vertretern des Gemeinderates vor, um alle Bedürfnisse und Wünsche zu berücksichtigen. Die Kosten konnte er noch nicht konkret beziffern, der Preis hänge vom Umfang und den Wünschen der Kunden ab und sei individuell zu vereinbaren. Die Ratsrunde will noch abwarten, wie sich die anderen ILEK-Kommunen entscheiden und ob das Projekt vielleicht dann vom Amt für ländliche Entwicklung gefördert werden kann.

Der Gemeinderat behandelte weitere Themen:

• Der Bauausschuss hatte sich in zwei Sitzungen zusammen mit Sanierungsplanerin Sidonie Bilger mit der Neufassung der Gestaltungssatzung für den Altort befasst und dem Gemeinderat eine neue Fassung vorgeschlagen. Die Räte segneten die überarbeitete Gestaltungssatzung mit einem leicht erweiterten Geltungsbereich einstimmig ab.

• Die Projekte Wohnmobilstellplatz und Schiffsanlegestelle wird Sulzfeld derzeit noch nicht forcieren. Denn die einzige praktikable Fördermöglichkeit wäre das Leader+Programm mit einem Fördersatz von 50 Prozent. Derzeit würden die Förderrichtlinien neu aufgestellt, weswegen das Gremium eine Entscheidung vertagte.

• Die Kreiswasserwacht des Roten Kreuzes erbat eine Spende für die Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeugs. Diesem Antrag entsprachen die Räte nicht, sondern sie wollen lieber ihre örtliche Wasserwacht-Ortsgruppe unterstützen. Vor Ort berieten die Sulzfelder Räte am Dienstag den Antrag der Ortsgruppe auf einen Zuschuss für die Dämmung der Doppelgarage neben dem Bauhof. Der Tenor ging in die Richtung, dass die Wasserwachtler die Arbeiten übernehmen und die Gemeinde die Materialkosten bezahlt.

• Für die im kommenden Frühjahr geplante Sanierung des Kirchturms und des Kirchenschiffes erteilt die Gemeinde die denkmalpflegerische Erlaubnis.

• Bürgermeister Gerhard Schenkel gab bekannt, dass das Landesamt für Denkmalpflege sein Einverständnis für den Teilabriss eines Gebäudes in der Kettengasse 16 gegeben hat.

• Der Gemeinderat gewährt – wie schon in den Vorjahren – der Caritas-Sozialstation St. Hedwig einen Zuschuss von 700 Euro für das kommende Jahr.