Vier Tage lang feierten die Stadelschwarzacher ihre Kirchweih. Neben dem zwölften "Schwarzi Open Air" war der Kirchweihumzug mit Predigt am Sonntagnachmittag sicherlich einer der Höhepunkte. Erstmals wurde das Model der Stadelschwarzacher Pfarrkirche beim Zug durchs Dorf von einem alten, blauen Trabant gezogen. Ein besonderer Aprilscherz sorgte für großes Schmunzeln.

Schwarzer Frack, Zylinder und einen Maßkrug in der Hand: So präsentierten sich die beiden Prediger Linda Ebert und Tobias Gerlach auf ihrem Kirchweihwagen. In ihrer Predigt, die sie am DJK-Festgelände zum Besten gaben, wurden wieder so einige Stadelschwarzacher, egal ob jung oder alt, aufs Korn genommen und deren Missgeschicke präsentiert. Wie schnell sich eine Nachricht in dem 500-Seelendorf verbreiten kann, musste ein junger Mann beispielsweise am 1. April erfahren.

Um seine Freunde zu verwirren und zu testen, wie schnell sich Neuigkeiten in einem Dorf verbreiten, hat der Stadelschwarzacher am 1. April,sehr glaubwürdig seinem Bekanntenkreis die bevorstehende Hochzeit von ihm und seiner Freundin verkauft. Die angebliche Braut wurde binnen kürzester Zeit mit Glückwünschen überhäuft, das Telefon stand nicht mehr still. Sie hat ihren Freund natürlich umgehend zur Rede gestellt, dem keine andere Wahl blieb, als des Rätsels Lösung aufzuklären. Die Hochzeitsglocken haben übrigens bis heute noch nicht geläutet.

Geschichten aus Stadelschwarzach


Wenn man im Urlaubsparadies Gran Canaria vor lauter Entspannung und Erholung vergisst, den Autoschlüssel bei der Abreise wieder mit in die Heimat zu nehmen, steht man am Ankunftsflughafen ziemlich hilflos da. Diese Erfahrung musste ein anderer Stadelschwarzacher machen. Die einzige Lösung: Ein Ersatzschlüssel, der von einem Bekannten an den Frankfurter Flughafen gebracht wurde.

Einen großen Hunger muss anscheinend ein Ehemann gehabt haben, als er nach Feierabend nach Hause kam und die Küche nach etwas Essbarem absuchte. Dumm nur dass seine Ehefrau zu diesem Zeitpunkt außer Haus war. Den Topf, den er fand, hielt er für eine delikate Soße, die er zu seinen Nudeln warm machte. Auch der etwas komische Geschmack dieser Soße hielt ihn nicht davon ab, den Topf komplett zu leeren. Wie sich später herausstellte, war dies jedoch alles andere als zum Verzehr gedacht, sondern eine Mischung aus Wasser, angebranntem Topfinhalt und Backpulver.

Tänze waren ein Höhepunkt


Weitere Anekdoten handelten von einem Feuerwehrmann, der bei einem Einsatz zu schnell war, und seine Garage verließ noch bevor sein Garagentor komplett nach oben gefahren war und von einem Geburtstagskind, das die Kosten für sein Geschenk erst einmal selbst vorstrecken musste. Bei der Online-Bestellung war Freunden einen Fehler unterlaufen. Das Paket ging direkt ans Geburtstagskind - mit Bezahlung per Nachnahme.

Ein weiterer Höhepunkt des Kirchweihsonntags waren die Rundtänze der Fränkischen Kindertanzgruppe. Unter der Leitung von Gertrud Berthel führten zwölf junge Mädels, begleitet von der Blaskapelle Stadelschwarzach, gekonnt drei urtypische fränkische Kirchweihtänze auf.

Die zwölfte Auflage der Stadelschwarzacher Freiluftveranstaltung, dem "Schwarzi-Open Air", hatte in diesem Jahr etwas unter dem unbeständigem Wetter zu leiden. Trotzdem kamen an zwei Tagen gut 1500 Besucher nach Stadelschwarzach, um zur Musik von "Apple Juice" und "One Last Sunset" am Freitag und der Band "Members" am Samstag eine schöne und friedliche Party zu feiern.