Weiter auf dem Weg ist das Vorhaben der Gemeinde Schwarzach, im Ortsteil Hörblach Bauplätze auszuweisen. Entlang der Großlangheimer Straße könnten auf einer Fläche von etwa 3565 Quadratmetern vier Baugrundstücke entstehen. Im Gemeinderat stellte Bürgermeister Lothar Nagel eine mögliche Aufteilung des Grundstücks vor, die das zuständige Ingenieurbüro Glückert samt möglicher Erschließung und Kostenschätzung erarbeitet hat.

Nachdem das ursprüngliche Baugebiet „Wethäcker“ wegen hoher Auflagen unter anderem vom Wasserwirtschaftsamt von der Gemeinde verworfen wurde, rückte die Fläche an der Großlangheimer Straße in den Blickpunkt. Hier ist eine einzeilige Bebauung als Möglichkeit in Aussicht gestellt. Die Fläche zählt noch zum Innenbereich Hörblachs.

Die vier Grundstücke dort haben laut dem Vorschlag des Ingenieurbüros eine Größe zwischen 834 und 1057 Quadratmetern. Die Tiefe der Grundstücke betrage 35 Meter, die Breite der einzelnen Flächen schwankt zwischen 30 und 24 Metern. Eine Erschließung könnte von der Kreisstraße erfolgen, die jeweilige Zufahrt zu den Grundstücken muss hergestellt werden. Für die Erschließung haben die Fachleute Gesamtkosten von 92 350 Euro errechnet, dazu kommen noch die Nebenkosten. Der Bürgermeister sieht darin „eine Grundlage“. Tatsächlich angegangen werde die Erschließung des Gebiets erst, wenn das Landratsamt seinen Segen gegeben hat.

Auf dem Ratstisch lag bereits eine Bauvoranfrage von Johannes Hubert vor. Grundsätzlich habe man keine Einwände, hieß es im Rat. Sollte die Bebauung der Grundstücke nach dem Baugesetzbuch möglich sein, werde man die Erschließung baldmöglichst umsetzen, hieß es.

Als schwierig gestaltete sich die Beratung zur Anfrage von Klaus Falkenstein zum Bau eines Einfamilienhauses in der Kitzinger Straße in Hörblach. Wie Bürgermeister Nagel ausführte, liege das Grundstück zwar im Innenbereich des Ortes, jedoch ist der Anschluss an den Kanal dort nicht gesichert. Laut der Satzung gilt das Grundstück derzeit als nicht erschlossen.

Genehmige die Gemeinde das Bauvorhaben, dann müsse das Grundstück erschlossen sein, erläuterte das Ortsoberhaupt. Ein Hauptkanal liegt in der Staatsstraße, von den drei Zuläufen funktioniert nur einer, der provisorisch repariert wurde. Kosten von rund 15 500 Euro wurden für die Herstellung eines Kanalanschlusses dort errechnet.

Früher oder später müsse die Gemeinde eh den Einlauf sanieren, zudem wolle man dem Bauwilligen entgegen kommen, hieß es in der Sitzung. Die Gemeinde zog eine Sondervereinbarung in Betracht. Danach würde sie rund 8950 Euro an Kosten übernehmen, den Rest müsse der Bauwerber übernehmen. Zeigt sich der Bauwerber damit einverstanden, dann werde die Gemeinde dem Bauantrag – so die Vereinbarung im Rat – zustimmen.