Ehrungen verdienter Feuerwehrleute standen zur Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hörblach am Donnerstag im Mittelpunkt des Abends.

Für 70-jährige Treue ausgezeichnet wurde Max Beck, für 60-jährige Mitgliedschaft Leo Falkenstein und für 40 Jahre Feuerwehr Josef Ruß. Außerdem wurde Günther Schösser nach 35 Jahren im Dienst der Feuerwehr verabschiedet. Er war von 1977 bis 1982 als stellvertretender Kommandant und von 1982 bis 1988 als 1. Kommandant tätig gewesen. Danach hatte er von 1988 bis 2006 den Posten des 2. Vorsitzenden und ab 2006 das Amt des 1. Vorsitzenden inne. „Bleib' als Ratgeber immer in unserer Nähe“, bat der neue Vorsitzende Willi Kleinhans und lobte den Kameraden für dessen langjährigen und verdienstvollen Einsatz.

Arbeit an „vorderster Front“

Ferner gewürdigt wurde das 30-jährige Engagement von Friedrich Ort, der von 1982 bis 1988 stellvertretender Kommandant und von 1988 bis 2006 als 1. Kommandant an der Spitze der Wehr stand. Doch damit nicht genug. Danach arbeitete er noch als Beisitzer bei der Feuerwehr mit. Kleinhans dankte ihm für diese ehrenvolle Aufgabe „sowohl im feuerwehrtechnischen Sinne, als auch im Vereinsleben“. Danke sagte er auch den beiden Ehefrauen Ingrid und Hella für die Arbeit „an vorderster Front“.

Lobende Worte gab es auch für die scheidende Schriftführerin Iris Schwinn, die den Bleistift nach zwölf Jahren „zuverlässiger Arbeit“ weitergab, ebenso wie für Kassenprüfer Gerhard Gassner. Er stand nach 24 Jahren nicht mehr zur Wiederwahl.

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: 1. Kommandant Thomas Grimmer, stellvertretender Kommandant Michael Ort, 1. Vorsitzender Willi Kleinhans, 2. Vorsitzender Hans-Jürgen Babich, Schriftführer Robert Falkenstein, Kassier Andrea Kleinhans, 1. Vertrauensmann Alois Kleinhans, 2. Vertrauensmann Gerhard Mahler, 1. Kassenprüfer Günther Söder, 2. Kassenprüfer Iris Schwinn. Glückwünsche kamen von Bürgermeister Lothar Nagel, Kreisbrandrat Roland Eckert, Kreisbrandinspektor Norbert Kempf und Kreisbrandmeister Michael Krieger.

In seinem Tätigkeitsbericht erinnerte Kommandant Michael Ort unter anderem an Schulungsabende, Dienstversammlungen, Kameradschaftsabende sowie an diverse Gruppen- und Gemeinschaftsübungen. Zu Ernstfalleinsätzen musste die Hörblacher Wehr 14 Mal ausrücken. Ort nannte hierzu unter anderem die akute Hochwasser- und Sturmhilfe, die mehrfach geleistet wurde. Dazu kamen Verkehrsunfälle sowie einige Brände.

Auch Material konnte angeschafft werden, führte er vor allem den neuen Nass/Trockensauger an, der sich bereits bewährt hätte. Die aktive Wehr zählt derzeit 37 Floriansjünger, darunter elf Frauen. Bei der Jugendwehr sind derzeit sechs Jugendliche aktiv. Passive sind es 38 Mitstreiter. Orts abschließender Dank galt allen Mitstreitern, Gruppenführern und Gerätewarten, den Führungskräften und der Marktgemeinde. Besonderes Lob erhielten Iris Schwinn und Carola Ort.

Kinderfeuerwehr ein Thema

Zum Thema Jugendfeuerwehr gäbe es sehr viel Positives zu vermelden, informierte Jugendwart (auch Kreisjugendwart) Thomas Grimmer über den Aktionsnachmittag, der fünf neue Jugendliche beschert hatte. Übungen und Schulungen in 14-tägigem Rhythmus seien gefolgt. Außerdem war der Nachwuchs beim Johannisfeuer der Jugendwehren im Landkreis dabei. Für die Zukunft seien auch wieder Zeltlager und 24-Stunden-Schwimmen geplant.

Das Thema „Kinderfeuerwehr“ sei noch nicht abgehakt, ging Grimmer auf die laufende Planung und eine Satzungsänderung ein. Interessierte Kinder seien bereits bei einigen Aktionen mit vor Ort gewesen und hatten sich sogar bei der Aktion „Tour de Müll“ fleißig beteiligt. Sein Dank für die Betreuung galt Daniela Friedrich, Kristina Babich und Andrea Schösser.

Vorsitzender Günter Schösser führte rückblickend die geselligen Aktivitäten an, darunter Kesselfleischessen, Preisschafkopf, Frühjahrs- und Herbstaktionen am Feuerwehrhaus, Maibaumfete, Kreis-Sonnwendfeier, Wandertag, Kameradschaftsabend und Radtour. Außerdem hatte man die Bevölkerung zu einem Kaffeenachmittag eingeladen und dabei über Brandbekämpfung in der Küche und vorbeugende Maßnahmen gesprochen. Zu weiteren Veranstaltungen nannte Schösser die gut besuchte Vorweihnachtsfeier und die Teilnahme an der Einweihungsfeier bei der Patenwehr Schwarzenau. Nicht zu vergessen der Besuch bei Geburtstagskindern und kranken Kameraden.

Vereinssatzung geändert

Diverse Änderungen gab es bei der Vereinssatzung, so bei Paragraph 3. Hier können nun auch Kinder unter zwölf Jahren zur Feuerwehr gehen – die so genannte Kinderfeuerwehr. Im Paragraph 8 wird der Vorstand zukünftig nur noch für drei Jahre gewählt.