NEUSES AM BERG

Viele Glatzen probieren den jungen Wein

Das Motto des Tages war klar: „Glatzen haben keine Nachwuchssorgen.“ Denn zum traditionellen Kirchweihtreffen in Neuses am Berg am Wochenende bevölkerten wieder einmal viele „muntere, weltoffene Gesellen mit gesundem Humor“ die Winzergemeinde und pflegten diesen Brauch zum Kirchweihsamstag. Zwar sprudelte der Glatzenbrunnen auf dem Dorfplatz diesmal nicht. Aber eine süffige Kostprobe des jungen Weins gab es trotzdem.
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Glatzenbrüder: Seit über zwanzig Jahren ist das Herbsttreffen der Neuseser „Glatzen“ zum Kirchweihsamstag ein absolutes Muss. Foto: Foto: Renate Reichl

Das Motto des Tages war klar: „Glatzen haben keine Nachwuchssorgen.“ Denn zum traditionellen Kirchweihtreffen in Neuses am Berg am Wochenende bevölkerten wieder einmal viele „muntere, weltoffene Gesellen mit gesundem Humor“ die Winzergemeinde und pflegten diesen Brauch zum Kirchweihsamstag. Zwar sprudelte der Glatzenbrunnen auf dem Dorfplatz diesmal nicht. Aber eine süffige Kostprobe des jungen Weins gab es trotzdem.

Veranstaltung wächst

Mit launigen Worten wies Geschäftsführer Heinrich Stier auf die Tradition der Veranstaltung hin, die man 1993 wieder ausgegraben und neu belebt habe. Mit Blick auf bekannte und neue Gesichter in den Glatzen-Reihen freute er sich über die Veranstaltung, die jedes Jahr wachse. Denn, wie Stier meinte: „Wo Humor und Geist in Mengen walten, kann kein Kopf die Haare halten“.

Der Rede schloss sich auch Präsident Karl-Heinz Erk an und hieß die „fröhlichen Gesellen ohne Haarspaltereien“ willkommen. Mit dem Zitat „Wenn schöne Frauen Dir zulächeln, darf der Glatzenbruder nicht schwächeln“, begrüßte er auch die mitgereisten Damen.

Launige Kirchweihpredigt

Keine Frage, dass danach im Stierschen Weinstall noch ausgiebig gefeiert und die Stimmung mit fränkischen Mundartgedichten und originellen Begebenheiten angeheizt wurde. Nach Kirchweihart gab Stier außerdem eine Kirchweihpredigt zum Besten, die von lustigen Episoden erzählte. Übrigens: Auch ohne Verlust der Haarpracht kann man Mitglied im Fränkischen Glatzenclub werden. Allerdings müsste sich der neue Mitstreiter einen kleinen Weinberg in der Lage „Neuseser Glatzen“ zulegen.

50 Mitglieder

Seinen Namen hat der Fränkische Glatzenclub der Weinlage „Neuseser Glatzen“ zu verdanken. Bekannt ist vor allem die Glatzentaufe während der Weinfesttage. Die Geschäftsführung obliegt Kreisheimatpfleger Heinrich Stier. Präsident ist Karl-Heinz Erk, Vizepräsident Manfred Ach, Kassier Robert Senft. Der Glatzenclub hat mittlerweile über 50 Mitglieder, nicht nur aus Franken, sondern darüber hinaus auch aus Oberbayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Berlin-Brandenburg, aus der Oberlausitz und aus Thüringen.

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