IPHOFEN

Viel Geld für Kitas und Ferienkinder

„Wir sind eine familienfreundliche Stadt“ – dieses Etikett heften sich Kommunen gerne ans Revers. Dass Iphofen in Stadt und Ortsteilen diesem Anspruch gerecht wird, zeigt ein Blick in die Jahresstatistik 2014. Vor allem im Hinblick auf Kindertagesstätten und Ferienbetreuung tut die Kommune so einiges, muss aber auch nach neuen Lösungen suchen.
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Lebhaft: Die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätten in Iphofen und Stadtteilen (hier eine Archivaufnahme aus Nenzenheim) werden auch im Jahr 2015 wieder finanziell gefördert. Foto: Foto: Timo Lechner

„Wir sind eine familienfreundliche Stadt“ – dieses Etikett heften sich Kommunen gerne ans Revers. Dass Iphofen in Stadt und Ortsteilen diesem Anspruch gerecht wird, zeigt ein Blick in die Jahresstatistik 2014. Vor allem im Hinblick auf Kindertagesstätten und Ferienbetreuung tut die Kommune so einiges, muss aber auch nach neuen Lösungen suchen.

Die Kindergartenbeiträge für Vorschulkinder werden von der Stadt auch weiterhin in voller Höhe übernommen, schreibt die Stadtverwaltung. Da der staatliche Förderanteil für Vorschulkinder mittlerweile 100 Euro je Monat beträgt, verbleibt eine Nettobelastung des Stadtsäckels von rund 4300 Euro. Insgesamt hat die Gemeinde Elternbeiträge in Höhe von etwa 42 200 Euro übernommen.

Auf zehn Kinder kommt laut der Statistik ein Betreuer. So werde den drei kirchlichen Kindergartenträgern der Stätten in Iphofen, Hellmitzheim und Nenzenheim auch weiterhin das finanzielle Rüstzeug an die Hand gegeben, eine hohe Betreuungsqualität in den Kindergärten sicherzustellen.

Erst auf der Jahresabschlusssitzung des Stadtrates im Dezember hatte Bürgermeister Josef Mend das eigene Angebot gelobt, aber auch für Verständnis gebeten, dass man nicht allen Wünschen gerecht werden könne. Blickt man auf die Summe von knapp 865 000 Euro an Fördergeldern, die im Jahr 2014 seitens der Kommune für das beitragsfreie Vorschuljahr oder Personalkostenzuschüsse ausbezahlt wurden, scheint dieser Wunsch gerechtfertigt. Der Förderanteil (Land und Bund) betrug rund 439 000 Euro.

Damit Familie und Beruf nicht nur während der Öffnungszeiten der Kitas vereinbar sind, wurde in den Sommerferien 2009 erstmals die Ferienbetreuung angeboten. In deren Genuss kommen seither in den Räumen der Ganztagesbetreuung der Dr.-Karlheinz-Spielmann-Schule Kinder von fünf bis zwölf Jahren aus den Stadtteilen Iphofens sowie Kinder, deren Eltern bei örtlichen Unternehmen arbeiten. Zu berappen sind für das erste Kind 30 Euro, ab dem zweiten Kind 20 Euro – jeweils pro Woche und inklusive Mittagessen. Im Jahr 2012 wurde das Angebot auch für auswärtige Kinder erweitert.

Von 2009 bis 2011 wurde die Betreuung nur in den Sommerferien angeboten. Erstmals 2012 kamen die Pfingstferien hinzu, seit 2013 gibt es das Angebot in allen Ferien außer Weihnachten.

Wie die Stadtverwaltung Iphofen mitteilt, soll die Ferienbetreuung auch im Jahr 2015 so fortgeführt werden. Die Betreuung erfolgte bisher durch externes Personal sowie Ferienjobber und Praktikanten. Bis 2013 war das Team der Iphöfer Kindertagesstätte involviert, die sich jedoch inzwischen zurückgezogen hat.

Die bisherige Leiterin Sabine Eberwein hat zudem aufgrund beruflicher Veränderungen ihre Stunden reduziert, so dass das Team der Ganztagsbetreuung die Lücke geschlossen hat. Grundsätzlich jedoch möchte das Team der Schulkindbetreuung nicht ständig die Aufgabe übernehmen, weil sie in den Ferien den Urlaub und Überstunden einbringen. Deshalb ist man bei der Stadtverwaltung derzeit auf der Suche nach einer neuen Lösung.

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