Das Jahr 2012 hat mit 56 Litern Niederschlag pro Quadratmeter einen relativ feuchten Start hingelegt. Der Februar hat es mit unterdurchschnittlichen 14 Litern wieder ausgeglichen. Die Niederschläge des Jahres liegen damit bei 70 Litern und genau im Soll.

Ein Durchschnitts-Januar bringt es auf lediglich 38 Liter, in einem Februar fallen normalerweise 34 Liter. Die Niederschläge hat Gerhard Reiser aus dem Messbecher der Wetterstation am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in geholt.

Blick in die Statistik

Dass geringe Niederschläge in einem Februar nicht aus dem Rahmen fallen, zeigt ein Blick in die Statistik, die sei gut 40 Jahren in der Mainbernheimer Straße in Kitzingen geführt wird. 1972 lieferte ein Februar fast gar keinen Niederschlag. 0,9 Liter waren es vor 40 Jahren, und auch zehn Jahre später war es mit 4,2 Litern sehr trocken.

Es gibt aber auch nasse Monate zum Beginn eines Jahres. Da ist 2002 das Rekordjahr, als im Februar 98 Liter gemessen wurden. Auf die Menge Regen, die am Ende des Jahres gemessen werden, hatte das in keinem Fall großen Auswirkungen. Die Jahre lagen am Ende alle um den langjährigen Durchschnitt von knapp 580 Litern.

Viel Frost

Damit hat der Februar zwar wenig Niederschläge, dafür aber viel Frost gebracht. Wie Gerhard Reiser sagte, waren die Temperaturen von fast 20 Grad minus in manchen Lagen zu viel, zumal auch eine schützende Schneedecke fehlte.

Beim Wintergetreide, also Gerste und Weizen, ist es vereinzelt zu Ausfällen gekommen, so dass nur noch unterpflügen hilft. In anderen Gegenden muss nachgesät werden. Ohnehin ist in diesen Tagen die Arbeit der Bauern auf den Feldern angelaufen. Gerade die niedrigen Temperaturen in den Morgenstunden werden genutzt, um ohne größere Schäden auf die gefrorenen Äcker zu fahren und zu düngen. Und so allmählich beginnt sich auch bei den Pflanzen was zu regen, Raps und das Wintergetreide beginnen zu wachsen.