Die Eiche wird das Innenleben des neuen Dienstleistungszentrums in Iphofen dominieren. So sollen Fenster und Türen im Gebäude aus Eiche Natur sein, die Bodenbeläge in den Büros aus heimischer Roteiche. Darauf hat sich der vom Stadtrat eingesetzte Arbeitskreis festgelegt. Sobald es die Situation erlaubt, sollen auch die Bürger sich ein Bild von Iphofens größter Baustelle machen. Im Moment sei das Risiko einer Besichtigung wegen herumliegender Teile zu groß, sagte Bürgermeister Josef Mend am Montag.

Treppenhäuser und Flure der Alten Schule erhalten wie die gewerblichen Büro- und Ladenflächen einen Natursteinbelag aus Muschelkalk, der dem Konzept zufolge auch im Tourismusbüro verlegt wird. Für die dreiteiligen Fenster (zwei vertikale Flügel mit horizontal liegendem Oberlicht) gibt es zusätzlich zu den außen montierten Klappläden einen Blendschutz, der in der abgehängten Akustikdecke angebracht wird.

Auch über die Beleuchtung gibt es bereits detaillierte Vorstellungen. Die Büros werden mit Pendelleuchten in LED-Technik ausgestattet, die direkt oder indirekt strahlen. In den Fluren sind seitliche Lichtlinien vorgesehen, in die Trockenbaudecke werden Einbauleuchten integriert. Sanftes, indirektes Licht erwartet den Besucher in den Sanitärbereichen. Die Bibliothek wird lichttechnisch in unterschiedliche Zonen geteilt: intensiveres Licht vor den Regalen und im Lesebereich, runde Einbauleuchten unterhalb der Galerie.

Das Projekt bewegt sich nach Auskunft von Bürgermeister Josef Mend weiterhin im Kostenrahmen von annähernd 13 Millionen Euro. Bis Ende Januar sollen auch die Mauern des an die Alte Schule grenzenden Neubaus stehen. Ob das gesamte Areal bis Ende nächsten Jahres tatsächlich fertig wird, ist nach einigen Verzögerungen ungewiss.