KITZINGEN

Viel Arbeit für die Lebenshilfe

Eine neue Satzung und Vorstandsneuwahlen standen auf der Tagesordnung bei der Jahreshauptversammlung des Vereins Lebenshilfe Kitzingen in der St.-Martin-Schule. Beide Punkte gingen schnell, problemlos und einstimmig über die Bühne.
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Ehrungen: Langjährige Treue zum Verein Lebenshilfe Kitzingen wurden bei der Jahreshauptversammlung gewürdigt. Eva Hofmann, Fritz Dürr, Helga Gentner und Friedrich Heß (vordere Reihe) wurden für 40-jährige Mitgliedschaft, Werner Sendner, Christine Hoffmann, Edelgard Höhn, Carina Reger, Elisabeth Körner und Ursula Virnekäs für 20-jährige Treue vom Vorsitzenden Karl-Heinz Rebitzer (hinten links) und seinen Stellvertretern Johannes Bittner und Günter Voit (rechts) geehrt. Foto: Foto: Winfried Worschech

Eine neue Satzung und Vorstandsneuwahlen standen auf der Tagesordnung bei der Jahreshauptversammlung des Vereins Lebenshilfe Kitzingen in der St.-Martin-Schule. Beide Punkte gingen schnell, problemlos und einstimmig über die Bühne.

Bei den Neuwahlen gab es keine Gegenstimmen. Vorsitzender bleibt Karl-Heinz Rebitzer, seine Stellvertreter sind Johann Bittner und Günter Voit, der auch weiter als Schatzmeister tätig ist. In den Ausschuss wurden Helga Deigl, Manfred Dölger, Ingrid Lang und Bernd Lussert gewählt.

Ehrenvorsitzender Heinz Erbar informierte, dass die neue Satzung wegen des Gesetzes zur Stärkung des Ehrenamts notwendig wurde. In ihm sei festgehalten, dass Hauptamtliche nicht im Vorstand vertreten sein dürfen, weshalb Geschäftsführer Manfred Markert nicht mehr im Vorstand sitzt, „aber ebenso wie die Ausschussmitglieder in beratender Funktion tätig sein kann“.

„Es liegt wieder eine arbeitsreiche Zeit hinter uns, wir haben an vielen Fronten gearbeitet“, fasste der Geschäftsführer den Einsatz der Verantwortlichen zusammen. Abgeschlossen wurde die Generalsanierung der St.-Martin-Schule, „für die noch der Prüfbericht aussteht, der aber gut ausfällt, wie signalisiert wurde“. Leider habe es einen Rechtsstreit mit dem Abbruchunternehmen gegeben, zudem ein vom Gericht in Auftrag gegebenes Gutachten, das bauliche Mängel von 1978 beanstandete. Das habe den Verein Geld gekostet.

Die Lebenshilfe hat sich des Projekts „Wohnheim für Menschen mit schwerer Behinderung“ angenommen, für das das St. Josef-Stift die Trägerschaft inne hat. Der Baubeginn solle im Herbst 2015 sein und das Projekt oberhalb der Sportanlage im Sickergrund könne im Frühjahr 2017 fertig sein, sagte Markert.

Dankbar für Spenden von 62 000 Euro sind Rebitzer und Schatzmeister Voit. „Wir sind auf die Spenden angewiesen, das Geld wird für Unternehmungen eingesetzt, die staatlich nicht gefördert werden“, sagte Rebitzer. Die Mitglieder wurden aufgefordert, für die Lebenshilfe zu werben, „wir haben derzeit 365 Mitglieder und wollen 2015, wenn der Verein 50 Jahre alt wird, 500 Mitglieder haben“, betonte Rebitzer. Johann Bittner kündigte für das Jubiläum verschiedene Veranstaltungen an.

Auf Details aus den Berichten der Institutionen ging der Vorsitzende ein. In der Frühförderstelle seien derzeit 318 Kinder. „Dieser Einrichtung stehen neue Herausforderungen bevor, da auch das Projekt Hilfe für ihr Kind gestartet wird.“ Die St. Martin Schule hat derzeit 83 Schüler in neun Klassen. Zu verzeichnen ist ein Anstieg der Zahl der Schüler mit schwerer mehrfacher Behinderung und eine Zunahme der Zahl von Schülern nichtdeutscher Herkunft.

Gute Auftragslage

Ähnlich sieht es in der heilpädagogischen Tagesstätte St. Martin aus, die 107 Kinder und Jugendliche besuchen. Auch hier gibt es häufiger Kinder mit Migrationshintergrund. In den Mainfränkischen Werkstätten sind 240 Mitarbeiter in verschiedenen Arbeitsgruppen, vermeldete Werkstattleiter Günter Müller. Erfreut zeigte er sich über die gute Auftragslage, „so dass wir auch 2014 ein gutes Geschäftsjahr haben werden“.

Ehrungen für 40 Jahre Mitgliedschaft: Heinrich Bäuerlein, Klaus Christof, Fritz Dürr, Helga Gentner, Michael Glos, Friedrich Heß, Manfred Heuschmann, Eva Hofmann, Ernst Hornig, Berta Waldmann und Luise Walther. 20 Jahre: Gabriele Hautsch, Edelgard Höhn, Christine Hoffmann, Elisabeth Körner, Carina Reger, Werner Sendner, Max Vielweber und Ursula Virnekäs.

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