Kitzingen

Viel Applaus: 50 Jahre Realschule Kitzingen

Warum die Sekretärin großen Beifall und die Schule ein dickes Lob von Kultus-Staatssekretärin Anna Stolz bekommt.
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Der Chor der Realschule beeindruckt mit mehreren Auftritten. Foto: Robert Haaß
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Und dann brandet bei der 50-Jahrfeier der Realschule Kitzingen am Freitagabend in der Alten Synagoge plötzlich ganz großer Beifall auf. Nicht nach der Rede von der Staatssekretärin im Kultusministerium Anna Stolz und auch nicht beim Grußwort von Landrätin Tamara Bischof. Nein, es ist ein eher unscheinbares Foto von Schulsekretärin Nicole Wittek, das für den großen Jubel sorgt.

Und warum ist es eine "einfache" Schulsekretärin, der so die Herzen zufliegen, bei einer Jubiläumsfeier mit so viel wichtigeren Personen? Sicher deshalb, weil sie zum einen einen Teil der Schulgeschichte repräsentiert, weil sie zum anderen für Kontinuität steht – Rektoren kommen und gehen, die Wittek bleibt – und weil sie einfach "der gute Geist der Schule" ist, wie in der am Abend vorgetragenen Schulchronik ihr zugestanden wurde. Seit 1990 stressfrei, fast immer gut gelaunt, hilfsbereit, kann gleichzeitig fünf Telefone bedienen und hat immer ein Pflaster zur Hand.

Drei Generationen

Kontinuität? Das liegt auch an ihrer Tante Barbara Beck, die im ersten Jahr der Realschule, 1969, damals noch vierstufig, an die Schule kam, sie erfolgreich absolvierte und am Freitagabend die Jubelfeier ebenfalls besuchte. Von 1982 bis 1986 war es Wittek selber, die Schülerin hier war und auch Anna Groß, gerade erst von der Schule abgegangen und Solistin am Abend, ist mit Wittek verwandt.

Drei Generationen einer Familie und alle haben die Realschule Kitzingen besucht und erfolgreich absolviert. Das zeigt auch die Bedeutung der Schule für die Große Kreisstadt und ihrer Umgebung in den vergangenen 50 Jahren und gibt Staatssekretärin Anna Stolz recht, wenn sie sagt: "Die staatliche Realschule Kitzingen hat in den 50 Jahren ihres Bestehens schon Generationen junger Menschen Orientierung im Leben geboten." Die Schule könne auf eine "beeindruckende Erfolgsgeschichte" zurückblicken.  Und die beginnt 1969 in den Räumen der ehemaligen evangelischen Schule neben der Stadtkirche.

Zwei Neubauten in 30 Jahren

Schnell wurden die Räumlichkeiten zu eng – ein Neubau in der Kanzler Stürtzel Straße war 1972 die Folge, gut 30 Jahre lang prägte der siebenstöckige "Turm" das Schulzentrum. Mit der Gebietsreform übernahm 1974 der Landkreis die Schule von der Stadt als Sachaufwandsträger. Und nur 30 Jahre später stand wieder ein Neubau an, aus Sicherheitsgründen konnte der "Turm" nur noch in den unteren Stockwerken genutzt werden und die heute knapp 600 Schüler brauchten einfach mehr Raum, der im Jahr 2006 in der Glauberstraße bezogen wurde.

"Die Realschule ist ein attraktiver Lern- und Lebensraum und genießt großes Ansehen in der Region!", so Stolz. Was durch die inklusive Schule und als "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" noch verstärkt wird.

"Die Realschule genießt großes Ansehen in der Region!"
Anna Stolz, Staatssekretärin

Dass die Realschule Kitzingen, die viele Jahre Richard Rother Realschule hieß, mehr als nur ein Ort der Wissensvermittlung ist, zeigten die vielen Aufführungen am Abend. Da war nicht nur mehrmals der Schulchor auf der Bühne, der sich mit "Look at the World" von John Rutter auch an gar nicht so einfache Chorsätze wagte – und sie erfolgreich absolvierte. Da war die "Concert Band", die Schulband, das Männerquartett aus aktiven und ehemaligen Lehrern und auch ein Frauenchor zur Verstärkung des Schulchores. Für Schulleiter Michael Rückel sicher der Höhepunkt der Feierlichkeiten zum Schuljubiläum.

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