KITZINGEN

Verteidiger des Abendlands

Man schrieb 1683, als ein Kitzinger Schützenfähnlein von 23 Mann in der Schlacht vor Wien gegen die Türkeninvasion beteiligt war. Unter der Führung von Fürst Ferdinand zu Schwarzenberg verstärkte das Kitzinger Fähnlein die kaiserlichen Hilfstruppen, denen mit Prinz Eugen von Savoyen bei der Schlacht am Kahlen Berg der Sieg gegen das 300 000 Mann starke Heer von Kara Mustafa Pascha gelang.
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Traditionsbewusst: Die Schwarzenberger Tischgemeinde aus Kitzingen, die auf das Jahr 1683 zurückgeht, feierte Waldfest. In der Bildmitte: Bürgermeister Gottfried Hofmann. Foto: Foto: WILLI PAULUS

Man schrieb 1683, als ein Kitzinger Schützenfähnlein von 23 Mann in der Schlacht vor Wien gegen die Türkeninvasion beteiligt war. Unter der Führung von Fürst Ferdinand zu Schwarzenberg verstärkte das Kitzinger Fähnlein die kaiserlichen Hilfstruppen, denen mit Prinz Eugen von Savoyen bei der Schlacht am Kahlen Berg der Sieg gegen das 300 000 Mann starke Heer von Kara Mustafa Pascha gelang. Das Land westlich der alten Kitzinger Stadtmauer war Schwarzenberger Hoheitsgebiet. Das Kitzinger Fähnlein zeichnete sich dabei durch große Tapferkeit aus, heißt es in der Chronik. „So hat das Kitzinger Fähnlein mitgeholfen, die Freiheit des Reiches zu verteidigen und das Kulturgut des Abendlandes zu erhalten“, zitiert Gottfried Hofmann, der Bürgermeister der Fürstlich Schwarzenberger Tischgemeinde, den Chronisten. Tapfer zeigten sich die Schwarzenberger auch gegenüber dem Ansturm der Gäste und der Hitze bei ihrem Waldfest auf dem Freigelände des Römerhofs, offiziell das „Feldlager“ der Schwarzenberger. Die Tischgemeinde besteht immer exakt aus 23 Mann und lädt einmal im Jahr zum Waldfest. Dieses gehört wie die monatlichen Ratssitzungen im „Herbergslager“ (Hotel Deutsches Haus) zu den Ritualen.

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