KITZINGEN

Verspätung auf der Bahnbaustelle

Seit gut einem Jahr gibt es die Großbaustelle der Deutschen Bahn an der Nordtangente in Kitzingen. Die DB Netz AG verfüllt einen unter der Bahntrasse liegenden 80 Meter langen Bergbaustollen. Die Arbeiten sollten Ende Januar 2015 fertig sein. Jetzt zeigt sich, dass das nicht zu schaffen ist. Die Bahn hat mitgeteilt, dass die Bauzeit bis zum September 2015 verlängert wird.
Artikel drucken Artikel einbetten
Baustelle an der Nordtangente: Seit einem Jahr ist der Geh- und Radweg an der Nordtangente zwischen der B-8-Kreuzung und der Auffahrt zum Eselsberg gesperrt und er wird noch bis zum Herbst gesperrt bleiben. Grund: Die Verfüllung der alten Bergbaustollen unter der Bahntrasse Fürth/Würzburg verzögert sich. FOTO: Siegfried Sebelka

Seit gut einem Jahr gibt es die Großbaustelle der Deutschen Bahn an der Nordtangente in Kitzingen. Die DB Netz AG verfüllt einen unter der Bahntrasse liegenden 80 Meter langen Bergbaustollen. Die Arbeiten sollten Ende Januar 2015 fertig sein. Jetzt zeigt sich, dass das nicht zu schaffen ist. Die Bahn hat mitgeteilt, dass die Bauzeit bis zum September 2015 verlängert wird.

Das heißt, dass der seit einem Jahr gesperrte Geh- und Radweg weiter geschlossen bleibt. Die Radfahrer müssen für weitere acht Monate über den Hindenburgring Nord und die Alte Poststraße ausweichen. Auch die Verengung der Fahrbahn bleibt bis zum Herbst. Der Grund für die Verlängerung der Bauzeit ist nach Aussagen eines Bahnsprechers der Fund von Beton in dem Stollen. Offenbar war schon einmal versucht worden, Teile des Stollens zu sanieren. Diese Teile müssen entfernt werden, um eine fachgerechte Verfüllung zu gewährleisten, so der Sprecher.

Die Bahn hatte sich vor einem Jahr dazu entschlossen, ein Problem anzugehen, das bei den Untersuchungen für den Bau der teilweise parallel zur Bahn verlaufenden Nordtangente deutlich wurde. Dass es in diesem Bereich unter Tage Probleme geben kann, war allerdings schon lange bekannt. Jahrhundertelang sind aus dem Eselsberg Steine geholt worden. Die Kitzinger bauten mit dem Muschelkalk ihre Häuser und pflasterten die Straßen. Regelrecht Bergbau wurde seit dem Mittelalter unter Tage betrieben. Zurück blieben Höhlen und Stollen, die irgendwann verfüllt werden müssen.

Die Bahn tut dies seit einem Jahr mit einem ziemlichen Aufwand. Sie rechnete bei Baubeginn mit 3200 Kubikmetern Material, vor allem Beton, das gebraucht wird, um den Stollen zu verfüllen und einen möglichen Einsturz zu verhindern.

Begonnen haben die Arbeiten zur Sicherung und Verfüllung des Bergbaustollens im Dezember 2014. Die lang gezogene Höhle verläuft nördlich des Kitzinger Bahnhofs auf rund 80 Metern Länge unter den Gleisen der Bahnstrecke Fürth/Würzburg. Nach einer Begehung des Stollens durch die Bergbaubehörde sei festgelegt worden, dass der Stollen verfüllt werden müsse, hieß es vor einem Jahr. Dass diese Arbeiten nicht ganz geräuschlos über die Bühne gehen, darauf weist die Bahn noch einmal hin. Die Arbeiten finden werktags in der Zeit von 7 bis 20 Uhr statt. Da die überwiegenden Bauarbeiten unter Tage stattfinden, werde es keine größeren Auswirkungen für den Zugverkehr geben. Dennoch könne es zu einem erhöhten Lärmpegel kommen, so die Bahn.

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.