Völlig überrascht wurden die Mitglieder der Feuerwehr Hoheim bei der Jahreshauptversammlung: Mit einem Paukenschlag endete der Bericht von Jugendwart Manuel Fuchs. Er kündigte, zu aller Überraschung, seinen und den Rücktritt seines Stellvertreters Peter Steinlein an.

Klärendes Gespräch

Fuchs machte unter anderem die mangelnde Kommunikation innerhalb der Wehr für diesen Schritt als Grund geltend. Sowohl Vorstand Klaus Spannheimer, als auch Oberbürgermeister Siegfried Müller und Feuerwehrreferentin Gertrud Schwab waren mehr als überrascht. Sie verwiesen auf die Bedeutung der Jugendarbeit für die Zukunft der Feuerwehren. Beide riefen dazu auf, den Schritt noch einmal zu überdenken und boten sich als Vermittler an. Das Gespräch, an dem auch Kreisbrandmeister Markus Grötsch teilnahm, fand auf Wunsch des Oberbürgermeisters noch während der Versammlung statt und endete mit einem positiven Ergebnis. Die beiden Jugendwarte erklärten sich zur Erleichterung aller Beteiligten dazu bereit, weiter zu machen.

Einsatzmäßig war 2014 für die Feuerwehr Hoheim ein ruhiges Jahr. Zweimal waren die Freiwilligen gefordert. Daneben standen sieben Übungen auf dem Jahresplan. Geprägt war das Jahr 2014 allerdings vom Neubau des Feuerwehrgerätehauses. Das wird am Sonntag, 3. Mai, mit Gottesdienst und einem Tag der offenen Tür eingeweiht. Zahlreiche Besprechungen mit dem Bauamt waren nötig. Die Ehrenamtlichen leisteten über 850 Arbeitsstunden am Bau. Der Verein steuerte bisher 9000 Euro bei.

Dies berichteten Kommandant Winfried Söhnlein und Vorstand Klaus Spannheimer am Samstag bei der Jahreshauptversammlung. Laut Spannheimer zählt die Wehr derzeit 27 Aktive, davon vier Jugendliche, dazu kommen 15 Passive und 40 Fördermitglieder.

Zahlreiche Ehrungen

Höhepunkt der Versammlung waren Ehrungen für langjährige Mitglieder und Aktive. Klaus Spannheimer zeichnete seinen Vater, den Ehrenkommandanten Hugo Spannheimer für 60 Jahre Mitgliedschaft aus und ernannte ihn zum Hausmeister des neuen Gerätehauses. Täglich sei Spannheimer auf der Baustelle und führe dort so etwas wie die Oberaufsicht. Das Leben des zu Ehrenden sei von der Feuerwehr geprägt. Er sei 2. später 1. Kommandant gewesen und trage den Titel Ehrenkommandant, sagte Spannheimer über seinen Vater.

Stefan Söhnlein wurde für zehn, Michael Kruggel für 20, Dieter Pfrenzinger und Ralf Heckelmann für 30 Jahre aktiven Dienst geehrt. Die zugehörigen Ärmelabzeichen verlieh ihnen Kommandant Winfried Söhnlein. In den aktiven Dienst übernommen wurde Stefan Ritzler. Bei einer Nachwahl wurde Harald Runte zum Sprecher der Fördermitglieder in den Ausschuss gewählt.

Umfangreich war 2014 wieder das gesellschaftliche Engagement der Wehr. Es reicht vom Maibaumaufstellen über den Besuch beim Dorffest in Göttelhöf bis hin zum Ausflug nach Rüdesheim und einem Bremserfest. Diese Veranstaltungen sind auch für das laufende Jahr wieder geplant.

In ihren Grußworten dankten OB Müller und Referentin Schwab den Aktiven für deren geleistete Arbeit. Beide stellten die Bedeutung der Jugendarbeit in dem Mittelpunkt und vor allem Müller erinnerte an die hervorragende Jugendarbeit in Hoheim in den vergangenen Jahren. Er hoffe, dass das neue Gerätehaus dazu beitragen wird, dass wieder mehr Jugendliche den Weg zur Wehr finden.

Den Dank und die Anerkennung der Landkreisführung überbrachte der Kommandant der Kitzinger Wehr, Markus Grötsch. Er berichtete über die neuen Ausbildungsinhalte und Richtlinien für Feuerwehrleute.