Wiesentheid

Verlegung der Bushaltestelle in Wiesentheid sorgt für Ärger

Im Zuge der Umgestaltung des Säulesmarktes in Wiesentheid soll die Bushaltestelle zwischen Marienplatz und Schloss einen neuen Platz bekommen. So will es jedenfalls ein Sicherheitskoordinator des Staatlichen Bauamts, der dem vorgelegten Plan der Gemeinde zum Ausbau des gesamten Bereichs wegen der Haltestelle in Richtung Kitzingen nicht zustimmte. Er wolle diese künftig vor dem Anwesen Möderl haben. Im Gemeinderat wurde der Fall thematisiert, nachdem sich mehrere Anwohner in einem offenen Brief an die Gemeinde gegen die Verlegung ausgesprochen hatten.
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Geht es nach dem Willen des Staatlichen Straßenbauamts, dann wird die Bushaltestelle in Wiesentheid künftig vor dem Elektrogeschäft Möderl sein. Das passt weder Anwohnern noch Gemeinde. Foto: Andreas Stöckinger
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Im Zuge der Umgestaltung des Säulesmarktes in Wiesentheid soll die Bushaltestelle zwischen Marienplatz und Schloss einen neuen Platz bekommen. So will es jedenfalls ein Sicherheitskoordinator des Staatlichen Bauamts, der dem vorgelegten Plan der Gemeinde zum Ausbau des gesamten Bereichs wegen der Haltestelle in Richtung Kitzingen nicht zustimmte. Er wolle diese künftig vor dem Anwesen Möderl haben. Im Gemeinderat wurde der Fall thematisiert, nachdem sich mehrere Anwohner in einem offenen Brief an die Gemeinde gegen die Verlegung ausgesprochen hatten.

Bürgermeister Werner Knaier wies eingangs darauf hin, dass dieses Ansinnen von einer Behörde gekommen sei: "Unser Wunsch war es nicht." Es handle sich um eine Staatsstraße, also lege der Staat fest, was dort wo hin komme. Die Gemeinde habe die Haltestelle bei der Umgestaltung des gesamten Bereichs stets am Säulesmarkt vorgesehen, wie bisher. Gedacht ist zwar, dass künftig der Gehweg gegenüber an der Neumannstraße, etwa auf Höhe des Asia-Imbisses, etwas breiter werde. Ausreichend Platz für die Busse bleibe aber dennoch.

Die Gemeinderäte wollten die eventuelle Verlegung der Haltestelle nicht akzeptieren. Seit gut 20 Jahren befinde sich die Stelle in dem zwar kurvigen Bereich dort. Schwierigkeiten oder gar Unfälle habe es seither jedoch nicht gegeben, sagte Ratsmitglied Otto Hünnerkopf (CSU). Heinrich Wörner (Bürgerblock) wies darauf hin, dass die Anfrage der Gemeinde vor einigen Jahren abgelehnt wurde, im Bereich des Anwesens Möderl einen Zebrastreifen zu schaffen. Damals hieß es von Seiten der Behörden, das sei zu gefährlich, nun solle dort eine Haltestelle hin kommen, wunderte er sich.

Weiterer Termin mit den Behörden

Gemeinderat Peter Fechner (CSU) stellte sich die Situation vor, wenn ein Bus vom Anwesen Möderl aus auf die Straße schere, um los zu fahren. Der Bus müsse dabei etwas ausholen. Das sei aber für die auf der Gegenfahrbahn aus Richtung Feuerbach kommenden Fahrzeuge nicht zu sehen, was gefährlich sein könnte.

Als weiteres Argument gegen die Haltestelle beim Anwesen Möderl brachte er vor, dass dann die Parkplätze des Einzelhändlers weg fielen. Darauf wies auch Michael Rückel (Bürgerblock) hin. Der Marienplatz sei eine Lebensader im Ortskern Wiesentheids, mit Geschäften und dem Café. Die wenigen Parkplätze dort müsse man erst recht erhalten.

Bürgermeister Knaier versprach, in der Frage noch einmal einen Termin mit den Behörden zu vereinbaren. Dabei werde man die Problematik noch einmal aufzeigen und für den Verbleib der Haltestelle am bisherigen Ort plädieren. Er sei guter Dinge, so Knaier: "Das letzte Wort hat aber das Straßenbauamt."

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