KITZINGEN

„Vergessen“ kostet 300 Euro

Der Wagen ist voll, als die Frau zur Kasse im Einkaufsmarkt geht. Sie zahlt um die 50 Euro und will gerade das Geschäft in Kitzingen verlassen, als sie von dem Kaufhausdetektiv angehalten und durchsucht wird. Und siehe da: Für gut 30 Euro finden sich unbezahlte Kosmetikartikel in der Jackentasche.
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Gerichtssache
Foto: Regina Krömer

Der Wagen ist voll, als die Frau zur Kasse im Einkaufsmarkt geht. Sie zahlt um die 50 Euro und will gerade das Geschäft in Kitzingen verlassen, als sie von dem Kaufhausdetektiv angehalten und durchsucht wird. Und siehe da: Für gut 30 Euro finden sich unbezahlte Kosmetikartikel in der Jackentasche.

Der Detektiv hatte die Frau schon länger im Visier und beobachtet, wie sie Preise von Produkten kratzte und in der Tasche verschwinden ließ. Trotzdem will die 49-Jährige das nicht wahrhaben: Sie sei keine Diebin, vielmehr haben sie „vergessen zu bezahlen“. Deshalb legte sie auch Einspruch ein, als die Staatsanwaltschaft ihr einen Strafbefehl über 300 Euro schickte.

Die Sache landete also am Kitzinger Amtsgericht – doch zu verhandeln gibt es vor Strafrichter Bernhard Böhm nicht viel: Die Zeugenaussage des Detektivs ist eindeutig, die Frau als Diebin überführt. Was sie denn auch schnell einsieht, ihren Einspruch umgehend zurückzieht und die 300 Euro (20 Tagessätze zu 15 Euro) akzeptiert.

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