Nur zufriedene Gesichter gab es bei der Hauptversammlung der Soldatenkameradschaft Wiesenbronn. Der Rückblick auf das vergangene Jahr und der Ausblick zeugten von einem Verein, der seinen festen Platz im Dorfleben hat. Von den immerhin 80 Mitgliedern dienten 60 in der Bundeswehr. Außerdem hat der Verein noch sechs Kriegsteilnehmer in seinen Reihen, wie der der Verein in einer Pressemeldung mitteilt.

Aus der üblichen Veranstaltungsreihe hob Vorsitzender Alfred Wehrwein insbesondere den Tagesausflug nach Abensberg und den erstmaligen Familien-Kameradschaftsabend hervor. Letzterer soll das bisherige Sommerfest ersetzen, das in den vergangenen Jahren immer wieder wegen schlechter Witterung abgesagt werden musste.

Zum Selbstverständlichen der Soldatenkameradschaft zählt laut Presseschreiben auch die Teilnahme am Volkstrauertag und die alljährliche Sammlung für Kriegsgräber. Diese brachte im vergangenen Jahr rund 1104 Euro ein. Kassier Albert Weidner berichtete von einem Überschuss und von einer Rücklage des Vereins.

Auch für heuer haben sich die Kameraden einiges vorgenommen. Neben einem Ausflug nach Aschaffenburg, unter anderem mit Besuch von Schloss Johannesburg und dem Pompejanum, soll in Zusammenarbeit mit der Gemeinde eine Tafel zur Erinnerung an die ehemaligen jüdischen Mitbürger am Friedhof angebracht werden. Höhepunkt der Versammlung war aber die Ehrung langjähriger Mitglieder. Für 25-jährige Zugehörigkeit zum Verein wurden geehrt: Georg Stock, Horst Paul und Bruno Grenz. 40 Jahre sind dabei Georg Gundel, Kurt Lohr, Kurt Klein und Gerhard Müller.

Die erstmals vom Bayerischen Soldatenbund verliehenen Urkunden für Kriegsteilnehmer nahmen Andreas Hüßner und Michael Hofmann in Empfang. Die größte Ehrung wurde aber dem Vorsitzenden Alfred Wehrwein zuteil. Vollkommen überrascht erhielt er aus den Händen des Kreisvorsitzenden Köhler das Verdienstkreuz 1. Klasse des Bayerischen Soldatenbundes für seine vielfältigen Verdienste um das Fortbestehen und die Fortentwicklung der Soldatenkameradschaft während seiner 20-jährigen Amtszeit. Ehefrau Agathe, die ihm nach Kräften unterstützt und zusammen mit Berta Müller das Ehrenmal pflegt, wurde mit einem Geschenk bedacht.