Kitzingen

Uwe Kekeritz sorgt sich

„Neujahrsempfänge bieten die Möglichkeit, auf zukünftige Perspektiven, Risiken und Chancen einzugehen“, erklärte Bundestagsabgeordneter Uwe Kekeritz.
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Die Kreisverbandssprecherin Andrea Drexelius freute sich über die gute Resonanz beim Premieren-Neujahrsempfang von Bündnis 90/Die Grünen mit dem Bundestagsabgeordneten Uwe Kekeritz (vorne, Zweiter von rechts) als Hauptredner.

„Neujahrsempfänge bieten die Möglichkeit, auf zukünftige Perspektiven, Risiken und Chancen einzugehen“, erklärte Bundestagsabgeordneter Uwe Kekeritz beim Premieren-Neujahrsempfang von Bündnis 90/Die Grünen im Landkreis. Er bedauerte, dass sich nationalistische Tendenzen in mehreren EU-Staaten aufgetan haben, die ihm Sorgen bereiten würden. Er erachtete, dass die Chancen überwiegen und die Grünen stark darin seien, die Chancen zu nutzen.

Der Fürther outete sich als kein Freund einer Jamaika-Koalition, doch mit den für ihn halbwegs akzeptablen Ergebnissen der Jamaika-Sondierungen hätten sich seiner Meinung nach vier Jahre regieren lassen. Der entwicklungspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, befand, dass die SPD jetzt in ihren Sondierungsgesprächen 80 Prozent ihrer Forderungen durchgesetzt habe.

Doch das Kardinalproblem der Sozialdemokraten sei, dass sich die Führung weit weg von ihrer Parteibasis bewege.

Kekeritz kritisierte, dass Union und SPD zuletzt die klimapolitischen Ziele aufgegeben hätten. Der MdB gab zu bedenken, dass Macht einst militärisch demonstriert wurde, während heute eine ökonomische der Machtausübung vorherrsche.

Er skizzierte, dass in der Welt 380 Personen so viel besitzen würden wie die 3,5 Milliarden Menschen (Zahlen aus dem Jahr 2000), die die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung bilden.

Klima-Probleme

Daraus resultierend würden durch das Profitstreben rund um den Globus die klimatischen Probleme für viele Länder auf verschiedenen Kontinenten verschärft. „Wir in Deutschland haben ein Problem, das Angela Merkel heißt“, schimpfte Uwe Kekeritz.

Denn die Bundeskanzlerin würde jeden internationalen Vertrag unterschreiben, aber davon national kaum etwas umsetzen – außer im Militärbereich. „Wenn eine Bundeskanzlerin nach zwölf Jahren an keine Alternativen denkt und erklärt, sie habe nicht besser machen können als bislang, dann ist das absolut unverständlich“, sagte Uwe Kekeritz.

„Wir müssen wieder verstärkt das Feld der Rüstungspolitik beackern“, meinte der Redner, da sich eine globale Aufrüstungsspirale in Gang gesetzt habe, die die Menschheit bedrohe. Er vermutete, dass die Grünen eine große Chance bei der Landtagswahl in Bayern haben werden.

Vor exakt 100 Jahren sei die Monarchie in Bayern abgeschafft worden und jetzt stehe die große Möglichkeit ins Haus, die CSU zu reduzieren und künftig eine nachhaltige Politik gemacht wird. „Wir Grünen verstehen uns als Programmpartei, die ihren Themen, wie Frieden, Frauen und Umwelt treu bleibt“, erklärte Landtagskandidat Hans Plate. Der Pragmatismus und realpolitische Ansätze würden die Grünen von den Volksparteien abgrenze

. „Ich will als aktiver Bio-Bauer unsere Umwelt und die Schöpfung erhalten“, betonte der Hüttenheimer. Mit dem Bio-Landbau würde auch unsere Kulturlandschaft erhalten.

„Ich freue mich, dass heute so viele Gäste gekommen sind“, meinte die Sprecherin der Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen, Andrea Drexelius, als sie bei der Premiere des Neujahrsempfangs der Partei in der Kitzinger Rathaushalle 60 Besucher begrüßen durfte.

Grüne Energie

„Gerade die grüne Energie ist im Jahr 2018, ob in der lokalen oder überregionalen Ebene wichtiger denn je“, erklärte Hans Plate. Ob die Wiederbelebung der Steigerwaldbahn, der Kampf gegen den Flächenfraß oder der Umweltpolitik, auf vielen wichtigen Feldern wollten sich Bündnis 90/Die Grünen in unserem Landkreis mit ihren vier Kreisräten einmischen, wie der Co-Sprecher Harald Godron betonte.

Für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung sorgte die Musikgruppe Hemos Saxofon-Baritöne.



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