KITZINGEN

UsW will den Zuschuss kürzen

Das war knapp: Mit sieben zu sechs Stimmen hat sich der Finanzausschuss des Kitzinger Stadtrats für einen Zuschuss in Höhe von 50 000 Euro an der Stadtmarketing-Verein ausgesprochen. Damit ist die Unabhängige soziale Wählergruppe (UsW) mit ihrem Kürzungsvorschlag um 10 000 Euro nur knapp gescheitert.
Artikel drucken Artikel einbetten
Symbolbild
(Symbolbild)

Das war knapp: Mit sieben zu sechs Stimmen hat sich der Finanzausschuss des Kitzinger Stadtrats für einen Zuschuss in Höhe von 50 000 Euro an der Stadtmarketing-Verein ausgesprochen. Damit ist die Unabhängige soziale Wählergruppe (UsW) mit ihrem Kürzungsvorschlag um 10 000 Euro nur knapp gescheitert.

Vorerst, denn die endgültige Entscheidung fällt in der Sitzung des Stadtrats am Donnerstag, 13. Dezember. Dann geht es um die Frage, ob der seit 2009 auf 50 000 Euro festgelegte Zuschuss weitergezahlt wird, oder eben nicht.

Es war wie so häufig, wenn es um den Verein geht, der in Kitzingen nicht nur für die Großveranstaltungen zuständig ist, sondern beispielsweise auch für die Förderung der Innenstadt oder für die Suche nach einem neuen Stadt-Profil: Die Arbeit des Vereins wird zwar gelobt, gleichzeitig werden aber auch kleine Seitenhiebe gesetzt.

Jutta Wallrapp von den Freien Wählern hält sich da beispielsweise selten zurück. Sie verweist regelmäßig darauf, dass ehrenamtliches Engagement in jedem Verein eine Selbstverständlichkeit sein müsse und vermisst das offenbar ein bisschen beim Stadtmarketing-Verein.

Diesmal kam der Vorstoß vom UsW-Fraktionschef Karl-Heinz Schmidt. Der Verein leiste gute Arbeit, habe sich in der Zwischenzeit mit Unterstützung der Stadt so etabliert, dass eine Rückführung der städtischen Zuschüsse möglich sein müssten, sagte Schmidt. 20 Prozent oder 10 000 Euro hielt er für möglich und betonte, dass man bei den Vereinen zu einer Gleichbehandlung kommen müsse.

Für Andreas Moser waren diese Forderungen „eine Ohrfeige für die vielen Ehrenamtlichen im Verein“. Er warf Schmidt vor, mit gespaltener Zunge zu reden. Der Stadtmarketing-Verein sei eben kein Sportverein. Mit solchen Forderungen würden die Bemühungen des Vereins unterlaufen, Kitzingen nach vorne zu bringen. Gertrud Schwab (CSU) machte gar eine Neiddiskussion aus und das nur, weil „einem die eine oder andere Nase nicht passt“. Welche Nase sie meinte, sagte sie allerdings nicht. Astrid Glos signalisierte für die SPD Zustimmung zu dem Vorschlag der Verwaltung. Die Attraktivität der Stadt habe viel mit dem Stadtmarketing-Verein zu tun. Wie es am Donnerstag ausgeht, ist nach der knappen Abstimmung offen.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.