Ein Urnenhain nach Vorbild des Friedwaldes am Schwanberg soll nun auch im Iphöfer Friedhof entstehen. Der Bauausschuss hat am Montagabend erste Entwürfe für die geplante Erweiterung abgesegnet und sich dabei in grundlegenden Fragen festgelegt. Nun muss der Stadtrat noch den großen Linien der Planung zustimmen, ehe es im nächsten Jahr an die Umsetzung der fast eine halbe Million Euro teuren Erweiterung gehen wird.

Die neue, etwa 3400 Quadratmeter große Fläche für Urnenbestattungen schließt im hinteren Teil des Iphöfer Friedhofs an und soll offen gehalten werden, begrenzt nur durch Gehölze, also Büsche und Sträucher. Der Entwurf, den Ralph Schäffner vom Landschaftsbüro arc.grün vorstellte, sieht eine 50 Quadratmeter große Urnenwand an der bestehenden Friedhofsmauer für rund 100 Grabstellen und einen Urnenhain auf etwa 500 Quadratmetern vor, dazu eine Urnenwiese (900 Quadratmeter, 150 Grabstellen), Urnenreihengräber auf 400 Quadratmeter und eine Wiese für Skulpturengräber.

Die laut Schäffner schlichte, einfache Gestaltung spiegelt sich auch in der modernen Wegeführung auf dem nicht befestigten Areal wider. Stadtrat Rupert Maier wünschte sich mehr Sitz- und Ruhemöglichkeiten, die in der weiteren Planung berücksichtigt werden sollen. Auf gut 445 000 Euro schätzt Landschaftsarchitekt Schäffner die Baukosten. Dazu kommen die Planungsgebühren, so dass am Ende wohl die halbe Million überschritten wird.