Kitzingen

Urnenhain: Nischenplatten werden deutlich teurer

750 statt 500 Euro kosten künftig die Platten im Urnenhain im Alten Friedhof in Kitzingen. Einheitliche Optik ist dem Stadtrat wichtiger, als günstigere Lösungen zu finden.
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Die Grabnischen des Urnenhains am Alten Friedhof in Kitzingen (Archivbild aus dem Jahr 2006) werden mit Bronzetafeln verschlossen. Weil der Vorrat an Platten aufgebraucht ist, bestellt die Stadt jetzt neue, die identisch aussehen. Doch kosten diese deutlich mehr als bisher. Foto: Siegfried Sebelka

Gräber im Urnenhain des Alten Friedhofs in Kitzingen werden mit einheitlichen Nischenplatten aus Bronze verschlossen, die die Stadt besorgt und an die Grabnutzer weitergibt. Der Vorrat an Platten ist mittlerweile aufgebraucht, weshalb der Stadtrat mit 20:8 Stimmen beschloss, neue zu kaufen. Der Haken daran: Die neuen Platten sind mit 750 Euro pro Stück deutlich teurer als die bisherigen, die 502 Euro gekostet haben – und das, obwohl in der von der Stadt bei mehreren Anbietern angefragten Kosten bereits ein Mengenrabatt für zehn Platten enthalten ist, wie Rechtsamtsleiterin Susanne Schmöge dem Stadtrat berichtete.

Ziel sei es, das einheitliche Erscheinungsbild des Urnenhains zu wahren, was auch Hiltrud Stocker (CSU) bekräftigte, die meinte, dass wechselndes Material komisch aussähe. Klaus Christof (KIK) ist die Lösung zu teuer; er würde auch das Material wechseln, um Kosten zu sparen. Sein Antrag, die Abstimmung zu vertagen, fiel jedoch mit 10:17 im Stadtrat durch.

Lüftung verschlingt am meisten Geld

Die im Jahr 1935 errichtete und zuletzt 1992 überholte und zur Sporthalle umgebaute Florian-Geyer-Halle in Kitzingen ist ein Sanierungsfall.  Einstimmig genehmigte der Stadtrat nun die fürs kommende Jahr anstehenden Arbeiten. Diese erstrecken sich in erster Linie auf die Erneuerung der veralteten technischen Anlagen, berichtete Oberbürgermeister Siegfried Müller. Den mit Abstand größten Einzelposten der dafür geplanten 510 000 Euro wird die Lüftungsanlage verschlingen: 255 000 Euro. Auf einen Hinweis von Stefan Güntner (CSU) bestätigte Müller, dass die Halle, wie vom Stadtrat beschlossen,  ausschließlich für Sportveranstaltungen genutzt werden darf.

Der Repperndorfer Mühlbach fließt in Kitzingen ab Höhe der B 8 an der Einmündung in die Repperndorfer Straße unterirdisch, etwa 1,2 Kilometer weit, bis er in den Main mündet. Die Verrohrung liegt teilweise auf staatlichem Grund (unter der Bundesstraße), teils auf städtischem Grund. Entsprechend soll künftig auch die Unterhaltspflicht verteilt sein. Dies ist das Ziel einer Vereinbarung mit dem Staatlichen Bauamt Würzburg, der der Stadtrat einstimmig zugestimmt hat.

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