Wie in zahlreichen anderen Gemeinden im Landkreis Kitzingen, soll auf dem Friedhof in Iphofen ein eigener Bereich für Urnenbestattungen entstehen. Bisher waren Urnenbestattungen lediglich in den vorhandenen Familiengräbern möglich. Am Montag stellte Landschaftsarchitekt Ralph Schäffner vom Planungsbüro arc-Grün in Kitzingen den Mitgliedern des Bauausschusses vier unterschiedliche Konzepte vor, wie auf dem Friedhof Urnenfelder, -haine oder Wände aussehen könnten.

Nach Schäffners Vorstellungen wäre eine Rasenfläche im südlichen Teil des Friedhofes ebenso geeignet, wie eine Reihengrabfläche im südöstlichen Teil, in der bereits zahlreiche Gräber aufgelassen wurde. Allen vorgestellten Plänen ist gemein, dass dort bis zu 80 Urnengräber Platz finden könnten. Auch ein Friedhain unter Bäumen wäre vorstellbar.

Knochen aus dem Beinhaus

Die Ausschussmitglieder waren sich mit Bürgermeister Josef Mend darüber einig, dass man mit Urnengräbern der sich ändernden Bestattungskultur Rechnung tragen müsse. Ebenfalls einig war man sich, dass man weder im Alten, noch im neueren Teil des Friedhofes eine geeignete Fläche finden wird. Entweder würden die Urnengräber in eine Ecke gedrängt oder man müsse, im Bereich des sogenannten „Russengrabes“ damit rechnen, auf Knochen aus dem Beinhaus zu stoßen, die dort bestattet wurden.

Schnell war man sich einig, dass sich eine Fläche im Westen des Friedhofes am besten eignen würde. Die wurde vor längerem als Erweiterungsfläche gekauft und umfasst rund 3000 Quadratmeter. Schäffner wurde beauftragt, für diese Fläche Konzepte zu entwerfen und eine Kostenkalkulation aufzustellen. Bevor eine Entscheidung getroffen wird, sollen auch die Bürger in einer Bürgerversammlung informiert werden und zu Wort kommen.