MAINBERNHEIM

Unsere Heimat, unser Weg - wie gemeinsame Arbeit fruchtet

Wo es in der großen Politik bei der Zusammenarbeit der G7 derzeit nicht so recht zu klappen scheint, stellen sich im Kleinen erste Erfolge ein. :
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Südost 7/22. Unsere Heimat. Unser Weg.„: Der Pfeil weist der interkommunalen Allianz die Richtung und erklärt die Ziele der Zusammenarbeit. Foto: Foto: Susanne Himsel

Wo es in der großen Politik bei der Zusammenarbeit der G7 („Gruppe der Sieben“ führenden Industrienationen) derzeit nicht so recht zu klappen scheint, stellen sich im Kleinen erste Erfolge ein: Die sieben Kommunen Iphofen, Mainbernheim, Markt Einersheim, Seinsheim, Willanzheim, Martinsheim und Rödelsee mit 22 Ortschaften arbeiten seit 2014 zusammen, informiert ein neu erstelltes Werbeblatt in Pfeilform über diese interkommunale Allianz „Südost 7/22“.

Allianzmanagerin Claudia Hebert berichtete im Stadtrat am Donnerstag über Neuigkeiten und erste Erfolge der Zusammenarbeit. Eine neue Homepage (www.suedost722.de), das Informationsblatt, ein Austauschtreffen der Bauhöfe und die gemeinsame Archivkraft seien Zeichen, dass die Arbeit auch greifbar wird.

Zielsetzung der Allianz ist es, „strukturelle Veränderungen in der Landwirtschaft, Wirtschaft und Gesellschaft sowie die Folgen des Klimawandels im ländlichen Raum“ gemeinsam zu bewältigen, so der Informationstext im Flyer. Ein Vorteil für die einzelnen Kommunen: die Teilnehmer profitieren vom Wissenstransfer bei der Zusammenarbeit, wie Claudia Hebert anhand des „runden Tisches“ der Bauhöfe verdeutlichte.

Beim ersten Austauschtreffen im Bauhof Iphofen im Mai sei vereinbart worden, dass künftig gemeinsame Schulungen für die Mitarbeiter organisiert werden – Auftakt soll im Herbst eine Fortbildung zum Thema Winterdienst sein. Durch gemeinsame Anschaffungen erhoffen sich die Allianzpartner eine bessere Preisgestaltung. So sind für die Bauhöfe gemeinsame Ausschreibungen für externe Dienstleistungen wie die Rattenbekämpfung oder Elektroprüfungen angedacht oder auch die Anschaffung von Verbrauchsmaterialien.

Ein weiteres Feld seien Projekte, die für eine Gemeinde allein nur schwer umsetzbar wären. Als Beispiel nannte Hebert die von der Allianz seit März beschäftigte Archivkraft Julia Halbleib. Sie war bereits von April bis Juni in Seinsheim, dann in Willanzheim und Hüttenheim, ab Herbst 2018 wird sie in Mainbernheim eingesetzt. Auch hier soll Archivmaterial für die beteiligten Gemeinden gemeinsam angeschafft werden.

Eine Zusammenarbeit sucht die Allianzmanagerin auch mit anderen Organisationen, etwa mit dem Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement „wirKT“ aus Kitzingen, mit dem Angebote für Bürger erarbeitet werden sollen.

Weitere Tagesordnungspunkte

Für sein 40-jähriges Dienstjubiläum wurde Bauhofmitarbeiter Walter Dicker geehrt, der am 6. Juni 1978 seinen Dienst in Mainbernheim antrat. Er sei vielseitig eingesetzt gewesen im Bereich Wasserversorgung, Kanal, Straßenunterhalt, Grünpflege und vielem mehr, bestätigte Bürgermeister Peter Kraus und bedankte sich bei Dicker für seine langjährige Treue.

Mangels geeigneter Gebäude oder Freiflächen will der Stadtrat keine eigene Bewerbung zur Errichtung einer Umweltstation im Landkreis Kitzingen abgeben.

Für die Gestaltung der Freiflächen im Stadtmauervorbereich Nürnberger Straße bis Poststraße gab es grünes Licht von der Regierung von Unterfranken. Das Projekt soll jetzt vom Planungsbüro Kaiser und Juritza vorbereitet und ab Herbst ausgeschrieben werden. Im Frühjahr 2019 soll die Neugestaltung beginnen.

Zum Bebauungsplan „Schlossgrund“ der Gemeinde Rödelsee verzichtet das Ratsgremium auf eine Stellungnahme. Auch das Angebot der Regierung von Unterfranken für den Einsatz eines Energieberaters nimmt die Stadt nicht in Anspruch, da sich die Stadträte von der allgemeinen Beratung anstelle von vertiefenden Untersuchungen keine brauchbaren Ergebnisse versprachen.

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