Würzburg
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Unfallreicher Auftakt ins Pfingstwochenende

Fünf Leichtverletzte und ein toter Hund sind die Bilanz des Verkehrs zum Pfingstwochenende im Raum Würzburg bisher.
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Symbolbild: Michael Gründel
Symbolbild: Michael Gründel
Alle Hände voll zu tun hatten am Freitag die Streifen der Verkehrspolizei Würzburg. Im Laufe des Tages musste sie auf den Autobahnen rund um Würzburg insgesamt neun Unfälle aufnehmen. Nach Angaben der Polizei waren dabei fünf Leichtverletzte und ein toter Hund zu verzeichnen. Glücklicherweise waren die übrigen Beteiligten mit dem Schrecken und Blechschäden davongekommen. Insgesamt entstand ein Sachschaden von über 80.000 Euro.

Zum ersten Einsatz wurden die Beamten um 8.20 Uhr auf die A 3 gerufen. Hier war ein 42-Jähriger kurz vor der Anschlussstelle Würzburg-Heidingsfeld in Richtung Nürnberg unterwegs. Aus Unachtsamkeit war der Pole mit seinem Ford im Stau ins Heck seines Vordermannes gekracht und schob diesen noch auf ein weiteres Auto. Schadensbilanz: drei verbeulte Pkw, rund 8.000 Euro Sachschaden. Danach kam es bis um 21.30 Uhr noch zu fünf weiteren Auffahrunfällen, meist aus Unachtsamkeit, die alle vergleichsweise glimpflich und ohne Verletzte abliefen.

Weniger Glück hatten dagegen die Beteiligten eines Unfalls, zu dem es um 15 Uhr im Bereich des Dreiecks Würzburg-West gekommen war. Eine 47 Jahre alte Frau befuhr hier die Nebenfahrbahn in Richtung Frankfurt, als sich der Verkehr vor ihr auf der linken Fahrspur staute. Trotz einer Vollbremsung konnte die aus dem Enz-Murr-Kreis stammende VW Touran-Fahrerin nicht mehr verhindern, dass sie auf dem Toyota ihrer Vorderfrau auffuhr. Die Wucht des Aufpralls war dabei so groß, dass das Auto noch auf ein davor stehendes Pkw-Gespann geschoben wurde. Dieses prallte letztlich dann sogar noch in eine Mercedes A-Klasse davor.

Bei dem Unfall wurden die Verursacherin und ihr 13 Jahre alter Sohn, der sich mit in ihrem Auto befand, sowie die Mitfahrerin im Toyota, eine 16-Jährige aus dem Kreis Hannover, leicht verletzt. Alle drei kamen mit dem Rettungsdienst in Würzburger Krankenhäuser. Zudem klagte die Daimler-Fahrerin, eine 45-Jährige aus Dessau, über Nackenschmerzen. Mit Ausnahme des Mercedes wurden alle Fahrzeuge erheblich beschädigt und waren nicht mehr fahrbereit, so dass sie abgeschleppt werden mussten. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 30.000 Euro.

Vorsorglich ins Krankenhaus wurde ebenfalls ein 74 Jahre alter Autofahrer gebracht, nachdem er über Schmerzen im Brustbereich klagte. Ihm war bereits gegen 12 Uhr auf der A 3 kurz nach dem Kreuz Biebelried in Richtung Nürnberg ein 80-Jähriger mit einem VW ins Heck seines Ford gefahren, nachdem er verkehrsbedingt abbremsen musste. Der Anstoß war dabei so heftig, dass der Kölner sogar noch auf seine Vorderfrau, eine ebenfalls 74 Jahre alte Frau aus Essen, geschoben wurde. Während die Seniorin anschließend die Weiterfahrt mit ihrem Mercedes fortsetzen konnte, waren die anderen beiden Fahrzeuge nicht mehr fahrtüchtig. Es entstand hier ein Sachschaden von ca. 12.500 Euro.

In der Nacht zum Samstag verlor schließlich ein Hund sein Leben, nachdem sein Herrchen auf der A 3 bei Wachenroth in Folge eines Fehlers beim Fahrstreifenwechsel einen Unfall verursacht hatte. Kurz nach der Rastanlage Steigerwald-Nord hatte ein Brite, der von der linken auf die rechte Fahrspur gewechselt war, die Geschwindigkeit eines dort fahrenden Lkws unterschätzt. Er fuhr mit seinem Mercedes in das Heck des Anhängers und schleuderte danach noch seitlich in den Unterfahrschutz.

Während der 26-Jährige, der sich auf der Rückfahrt von Hundeausstellungen in Ungarn und Österreich befand, Glück im Unglück hatte und unverletzt blieb, überlebte einer seiner fünf Hunde, eine Bordeaux-Dogge, den Zusammenstoß nicht. Der Schaden an seinem stark beschädigten Sprinter, der abgeschleppt werden musste, und der Verlust des Tieres belaufen sich auf rund 13.500 Euro. pol


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